Ostern ohne Eier


Ostern ist fast vorbei, ein paar freizeitreiche Tage waren es. Das ist einen Sammeleintrag wert.
Am Gründonnerstag waren wir seit ewigen Zeiten mal wieder Tanzen - im KUZ in Mainz. Ich war da vor vielen Jahren mal, als ich noch relativ neu in Frankfurt war, und dann erst wieder letztes Jahr, als Martin es wiederentdeckt hat, weil eine (wie sich später rausstellen sollte: doch nur potentielle) Island-Reisebegleiterin ihn dort mal mit hingeschleppt hat. Das KUZ ist schön und die Musik auf der Ü30-Party passt mir schon ganz gut - aber länger als drei Lieder macht mein Knie nicht mit. Schade!

Freitag ist Martin nach S gefahren und ich bin hiergeblieben, die hundert Items auf meiner Todoliste dezimieren. Eines davon war und ist die Küche, die schon lange mit etwas ausgestattet werden soll, was den Namen "Herd", "Schränke" und "Arbeitsplatte" verdient. Bisher habe ich in der Küche etwas, was jeder studentischen Männer-WG die Tränen des Mitleids in die Augen treiben würde - das soll wirklich nicht so bleiben. Dankenswerterweise hat Frau B als anerkannte Ikea-Priesterin mir ja auch schon diverse Vorschläge ausgearbeitet - nur musste ich mich noch für einen entscheiden. Und dazu wäre es hilfreich gewesen, wenn Ikea auf seiner Homepage die gleichen Typenbezeichnungen und Produktnummern verwenden würde, wie sie in der Küchenplanungssoftware benutzt werden. Ich habe mich dann nach stundenlangem Rumprobieren und zunehmendem Gefluche für einen Besuch vor Ort entschieden.
Küchenberater sollen auch was zu tun haben und es geht nicht die Welt unter, wenn ich mal irgendwo hin gehe und keine Ahnung habe. Machen andere schliesslich auch.
Ergebnis: wir sind in dieser marsmission-gleichen Angelegenheit einen wichtigen Schritt weiter - ich werde hier berichten.

Sonntag morgen waren wir brunchen mit Sabine, Harald und den Kindern. Nix gegen Kindern und schon gar nicht gegen diese beiden - aber es war kein Zufall, dass ich den Brunch im Schirncafe vorgeschlagen habe, denn da gibt es Kinderbespassung dazu. Und 14 Euro für einen Erwachsenen am "all you can eat"-Frühstücksbuffet klang auch richtig gut.
In der Tat: wenn ich erklären müsste, was "Urbanität" für mich ist, dann gehört eindeutig dazu an einem Sonntagmorgen, wenn es draußen regnet, im Schirncafe zu sitzen, aus den riesigen Fensterfronten zu schauen und Serrano-Schinken zu Obstsalat zu Tirami Su zu Milchkaffee zu konsumieren und die anwesenden Menschen zu beglotzen.
Kleiner Haken: Angesichts des moderaten Frühstückspreises haben die Betreiber des Cafes wohl beschlossen, dass die Getränke die Margen bringen müssen: ein grosser Milchkaffee kostet da schon mal 5,80 EUR. :-(

Und heute haben wir dann auch noch mal ordentlich Geld ausgegeben - 11 EUR für den Eintritt in das Sea Life Aquarium in Speyer. War schon nett, Seeanemonen ärgern und fensterlederartige Rochen anschauen... Und Martin hat auch schöne Fotos gemacht, aber so richtig gross ist das Aquarium nicht und nach eineinhalb Stunden waren wir durch. Ich habe mir noch ein Tier zum Aufziehen gekauft im Museumsshop - irgendwann stelle ich auch mal eine Galerie meiner Blech- und Plastiktier-Kollektion hier rein.

Und zum Schluss gabs noch ein wenig Kultur: ich habe zum ersten Mal den weltweit grössten noch erhaltenen romanischen Kirchenbau gesehen - den Dom zu Speyer. Danke an meinen Ex-Kunstlehrer Harry Tacke, der mir beigebracht hab, wie ich Gotik von Romanik von Renaissance von Barock unterscheide.

Es war heute zwischendurch immer wieder so schön sonnig, dass wir zum ersten Mal in diesem Jahr für einen Kaffee draußen sitzen konnten in der Speyerer Fußgängerzone. Vielleicht war es aber auch ein Fehler, sich direkt die Frühjahrssonne auf den Pelz brennen zu lassen - Martin hat sich prompt einen leichten Sonnenbrand geholt.

Trackbacks

    No Trackbacks

Comments

Display comments as (Linear | Threaded)

    No comments


Add Comment


Enclosing asterisks marks text as bold (*word*), underscore are made via _word_.
Standard emoticons like :-) and ;-) are converted to images.
E-Mail addresses will not be displayed and will only be used for E-Mail notifications.

To prevent automated Bots from commentspamming, please enter the string you see in the image below in the appropriate input box. Your comment will only be submitted if the strings match. Please ensure that your browser supports and accepts cookies, or your comment cannot be verified correctly.
CAPTCHA 1CAPTCHA 2CAPTCHA 3CAPTCHA 4CAPTCHA 5