Cold Calls, die xte :-(

Thursday, September 29. 2005
Was man so erleben kann, wenn man einfach nur einen privaten Telefonanschluss hat und auch rangeht, wenn keine Rufnummer im Display erscheint, das kann man z.B. bei Zugschlus nachlesen.

Ganz so krass war es heute bei mir nicht, aber doch auch schon nicht ganz ohne.

Vor 5 Minuten klingelt das Telefon, Rufnummerunterdrückung - klar, ein Cold Call wieder mal. Tele2 möchte mich ganz offenbar von der Telekom loseisen.

"Guten Tag, mein Name ist Sariykaayja...."

Ich weise das gute Mädel darauf hin, dass ich keine Lust auf Werbeanrufe von einer Firma habe, mit der ich nix zu schaffen habe, und dass ich vor habe, mich bei der Wettbewerbszentrale zu beschweren.

Ich frage also: "Wie ist Ihr Name? Sariykaayja?"

Und sie: "Mein Name ist Schmitz".

Ich: "Komisch, eben hießen Sie noch ganz anders".

Sie: knallhörerauf

Es wird doch immer doller. Vielleicht sollte ich mir das mit der Trillerpfeife doch überlegen. ;-)

Berlin, dtl und Eichellecker

Tuesday, September 27. 2005
Am vergangenen Wochenenden waren wir mal wieder in Berlin. Anlass war die dtl-Party, aber für Berlin lohnt es sich immer wieder, das Wochenende nach vorne und hinten zu verlängern.

Weil Berlin-Marathon war, war die Zimmersuche nicht ganz so profan und Dirks Tipp mit der Fabrik hat leider nicht mehr weitergeholfen.

Die Alternative mit urbanem Flair: das Gästehaus der Deutschen Schreberjugend. ;-)
Okay, wirklich mondän oder trendig oder sowas ist es da nicht, stattdessen gab es fette Beute für die Deppen-Apostroph-Seite und eine ruhige, preisgünstige, absolut zentral gelegene "no frills"-Unterkunft.



Weil eine Weile nicht klar war, ob und wann und wo die dtler sich freitagabends treffen, haben wir ein Date mit zwei Leuten aus dem IRC gemacht: mit Jjfux und Schnepf haben wir uns am Prenzlauer Berg im Frida Kahlo getroffen. Von Herbst war nichts zu merken, wir konnten noch draußen sitzen - herrlich.
Eigentlcih wollten wir dann um Mitternacht uns noch mit den anderen im Freischwimmer treffen, aber das frühe Aufstehen am Freitag hat uns so nachhaltig aus der Bahn geworfen, dass wir geschwächelt haben und lieber zurück nach Kreuzberg gefahren sind.

Am nächsten Tag, dem Samstag, haben wir mit Christine zusammen Getränke gekauft, Grillkohle gejagt - und einen Auspuff-Endtopf verloren. :-(
Ab ging's dann zu Fuss und mit dem Rad und beladen mit Zentnern von Lebensmitteln an den Müggelsee, wie schon die Jahre zuvor. Und auch hier war das Wetter bilderbuchhaft - wir hätten auch noch baden können. [Fotos folgen]

Am Sonntag dann beim Frühstück im Treptower Park kam es endlich zu on topic-Aktivitäten. Christine L. (33) aus M. leckte die Eichel von Ronald W., (32) aus B. Einer unserer Paparazzi konnte das Ereignis im Bild festhalten.



Ich war dann noch in der Fotoausstellung "After the fact" im Martin-Gropius-Bau und anschliessend zur Austellung "Topographie des Terrors".
Und abends haben wir uns dann mit Luna^tic im Bergmann 103 getroffen und über gemeinsame Bekannte abgelästert. ;-).

Eigentlich wollte ich ja viel mehr Kultur mitnehmen, aber zur Charité ins Medizinhistorische Museum haben mich meine Beine am Sonntag nicht mehr getragen. Für die Leonardo da Vinci-Ausstellung im Art Center an der Friedrichstraße hat es dann am Montag aber doch noch gereicht - auch wenn die 9 EUR ganz schön happig waren für die zwar interressante, aber doch recht übersichtliche Ausstellung.
Kurz vor der Abreise dann noch ein letztes Wiedersehen mit den dtlern, oder jedenfalls einem Teil davon, mit Ina, Edith, Mathias, Maria und Dirk im Tim's kanadischen Deli.

Fazit:
  • Frankfurt ist ganz hübsch - aber Berlin ist eine Stadt
  • Ich muss mehr bloggen, denn das hier liest sich wie ein Schüleraufsatz (hoffentlich nur mangels Übung)

Mal wieder ein Psychotest

Tuesday, September 27. 2005
Inspiriert von ToJe:



Based on my life experiences, I am a:


Young Adult!


"There are no classes in life for beginners; right away you are always asked to deal with what is most difficult."

- Rainer Maria Rilke


Take the "Are you Experienced" Test.

Eine Überdosis Usenet abgekriegt hast du....

Thursday, September 22. 2005


wenn du das da oben siehst, und das hier liest:


"Bitte keine
Realnamen
einwerfen!

Großer Erfolg für den kleinen Mann

Wednesday, September 21. 2005
Gestern war es soweit: Wandlung!

Nein, nicht so etwas, wie Kafka in Die Verwandlung schrieb, sondern der Rücktritt vom Kaufvertrag

Wirklich fast vom ersten Tag an hat uns der hübsche dunkelblaue Jahreswagen Ärger gemacht.

Erst war es die Zentralverriegelung, die von einem bösen Geist besessen schien und die selbsttätig während der Fahrt öffnete und schloss, öffnete und schloss, öffnete und schloss, öffnete und schloss, öffnete und schloss.

Dann der CD-Player, der nicht merkte, dass es reicht, ein und dieselbe CD einmal auszuwerfen, statt ein Dutzend mal.

Und am allerschlimmsten: Manchmal, da wollte es einfach nicht mehr weiterfahren nach einer kurzen oder langen Pause. Nein, meinen Motor start ich nicht - schon gar nicht nachts um eins in Heidelberg. Oder mit dem Kofferraum voller Getränkekisten an einem Bahnübergang.

Das Problem: Der Vorführeffekt schlug voll zu - immer wenn das Auto in der Werkstatt war, sprang es prima an.

Wir haben Mails geschrieben, an das Autohaus und die Schiedsstelle, den Pannendienst.
Wir haben Briefe geschrieben, an das Autohaus, die Schiedsstelle, den Pannendienst und an den Hersteller.
Wir haben Briefe bekommen, böse Briefe zumeist, von.... ja, vom Autohaus, der Schiedsstelle, dem Pannendienst, und dem Hersteller.
Wir haben telefoniert mit Kfz-Mechanikern, Geschäftsführern, Sachbearbeitern und Helpdesks.
Wir haben Postings geschrieben, ins Usenet und in Webforen.
Wir haben Schlachtpläne entworfen und verworfen.
Wir haben daran gedacht, den AutoBild-Kummerkasten einzuspannen oder die Frankfurter Rundschau - oder beide.
Wir haben geflucht und hysterisch gekichert.

Und gestern haben wir recht bekommen.

Die Schiedskommission hat entschieden: Der Geschäftsführer des Autohauses überweist uns den Kaufpreis zurück - abzüglich eines Abschlages für die 10.000 Kilometer, die wir dann doch mit dem Auto fahren konnten.

Wir hätten nicht mehr damit gerechnet.

Erstmal macht sich große Erleichterung breit, doch dann die Frage: wie vermeiden wir es, beim nächsten Mal wieder an ein Montagsauto zu geraten?

Als ich 1997 meinen Lancia gekauft hab, bin ich recht blauäugig daran gegangen, denn meine Überzeugung war: "Wenn man von einem Autohaus einen Jahreswagen kauft, kann man eigentlich nicht wirklich tief ins Klo greifen." Diese Gewissheit habe ich nach den Erlebnissen des letzten Dreivierteljahres nicht mehr.

Moderne Autos scheinen zu elektronikverseuchten Zicken geworden zu sein, die ihre Capricen hemmungslos an ihren Fahrern ausleben und unberechenbar ihre schlechte Laune kultivieren, wenn man am wenigsten damit rechnet.

Fahrradfahren ist keine Alternative. S-Bahnfahren auch nicht. Und Stadtmobil?

Ich denke, wir werden hier noch einige Gedankenarbeit leisten müssen.

Bis dahin kröte ich weiter mit meinem rosaroten Spielmobil herum, so lang die Reifen tragen.
Und Martin nutzt die dekadente Limousine, die ich Ende 2003 geerbt habe und die wir schon lang hatten verkaufen wollen, eigentlich.

Das war knapp....

Monday, September 19. 2005
....mit unserer Wahlbeteiligung.
Nachdem wir am Samstag noch unseren Teil beigetragen haben zur Reduktion von dyfas Umzugsgut und am Sonntag im Cafe Flic Flac einen leckeren Brunch vertilgt haben, hat uns die Sonne doch noch zu einem Besuch an den Rheinterassen und in Heidelberg an den Neckarauen verleitet. Mehr als einen Kilometer zu Fuß laufen ist ja im Moment nicht drin bei mir, und so musste Martin das Auto holen gehen und mich wieder abholen am Endpunkt des Spaziergangs. Eine Verzögerung, die zusammen mit den diversen Baustellen auf der Autobahn beinahe dazu geführt hätte, dass wir nicht mehr rechtzeitig ins Wahllokal gekommen wären. So um 17:45 Uhr haben wir es dann aber doch noch gereiht bekommen - nicht, dass es was genützt hätte :-\

Artgerechte Haltung

Monday, September 19. 2005
Dieser Tage erreichte mich dieses herzzerreißende Foto:



So, liebe Thildkroetenbesitzer, geht's nun wirklich nicht.
Ein vorbildliches Beispiel für artgerechte Thildkroetenhaltung zeigt die folgende Abbildung:



Ja, da glänzt der Panzer!

Nabelschau

Friday, September 16. 2005
Das ist es doch, wofür Blogs da sind: Um Dinge veröffentlichen zu können, die niemanden wirklich interessieren, aber peinliche Details über einen selbst verraten.

Und hier kommt's:

Meine OpenBC-Kontakte setzen sich wie folgt zusammen:





Interessant finde ich, dass fast ein Viertel meiner derzeit 117 Kontakte über OpenBC selbst zustande gekommen sind - über Diskussionen in Foren und/oder Regionaltreffen.

Dass das Usenet, in dem ich mich seit 1998 rumtreibe, und mein letzter ARbeitgeber (AG-1), bei dem ich von 1996 bis 2004 angestellt war, gleich danach kommen, ist klar.

Aber nur eine einzige Person aus dem Studium? Das finde ich wenig. Naja, ich habe Sprachen studiert - aber sind Geisteswissenschaftler wirklich auch heute noch so technikfern, dass sie ein webbasiertes Netzwerk nicht nutzen?

Menstruationsbeschwerden

Wednesday, September 14. 2005
Heute mittag war ich beim Penny gegenüber, und die Kassiererin war so schlecht gelaunt, dass mir spontan klarwurde, was Irene Dische gemeint haben muss, als sie das hier schrieb:

In Wahrheit hatte Nanny Jackie ihre professionelle Fröhlichkeit nicht ganz in der Gewalt: diese ließ sie einmal monatlich im Stich. Dann wurde Nanny Jackie knurrig. [...] Eine ehemalige Arbeitgeberin hatte dazu knapp und klar angemerkt: "Ihre prämenstruelle Gereiztheit könnte die Russen aus Afghanistan verjagen."
(aus der Short Story "Nanny Jackies Passion", enhalten im Band "Fromme Lügen")


Wenn alle Frauen gleichzeitig menstruieren würden - wer weiß, vielleicht wäre dann die Weltgeschichte anders verlaufen. ;-)

Mehr Licht?

Tuesday, September 13. 2005
Manchmal frage ich mich wirklich, ob ich wohl ganz anders auf manche Leute wirke, als ich denke.
Normalerweise halte ich mich für recht rational, pragmatisch, "down-to-earth" halt, und das ist auch die Rückmeldung, die ich normalerweise von meiner Umgebung bekomme.

Vor kurzem jedoch meldete sich eine ehemalige Nachbarin bei mir, die ich beim Open Business Club wiedergetroffen habe, und meinte, mir mit einer Einladung zu einem Seminar einen Gefallen tun zu können. Nichts gegen Seminare, an Psychologie z.B. - wenn schon an sonst nichts - glaube ich ja sogar fast. Aber was für ein Seminar!

Es geht um "Der Weg ins Licht" von "Frank Eickermann". (Nein, keine URLs hier, ich will nicht auch noch Werbung machen für den Laden.)

Da werden u.a. folgende Dinge angeboten:

Unabhängigkeit durch Lichtnahrung erfahren


Über Frank Eickermann:

Als Herr des Lichts hütet er das Karma, das nur er selbst fähig ist, so zu durchleuchten, das es sich erlöst. Er ist ermächtigt von den ewigen Lehren des Lichts selbst. Sein Thron ist einzig das Herz von dem aus Er die Erde regiert.

Das Licht wird siegen unter seiner Führung.

Alle Wesen dienen Ihm in Dankbarkeit denn Er verströmt das ewige Leben, das selbst in Ihm verwirklicht ist.

Er ist der Wissende unter jenen, die sich vergessen haben.

Er ist der Betende unter jenen, die für Gott keine Worte finden.

In der Berührung mit Ihm wird das innerste Herz erweckt und die Sehnsucht sich selbst zu leben, die Sehnsucht geboren zu werden, als Kinder des ewigen Lichts.


Wie kann jemand, der mich nur ein wenig kennt, darauf kommen, dass ich auf sowas stehen würde - und vor allem, dass ich dafür schlappe 1400 Euro zu zahlen bereit wäre?


Elfter September

Sunday, September 11. 2005
Wir waren unterwegs in Deutschland an diesem Wochenende, deswegen hab ich gar nicht dran gedacht, sondern erst heute abend in der Tagesschau fiel mir auf, dass ja der 11. September ist.

Ich hab mal gelesen, dass die meisten Amerikaner entsprechenden Alters die Frage beantworten können, was sie gemacht haben, als sie von der Ermordung JFKs hörten - der 11. September 2001 könnte ein weiteres solches Datum sein, an das sich alle erinnern.

Ich jedenfalls weiß es noch:

Ich saß in der IZB in Offenbach am Goethering 30, im Erdgeschoss im Videokonferenzraum und schrieb eine Mail in Sachen SLAs zwischen Helaba und IZB, da erwähnte mein Kollege was von Anschlägen auf das World Trade Center, von denen er auf der Homepage von t-online gelesen hätte. Ich habe ihm empfohlen, sich mal über Hoaxes zu informieren. :-(
Besonders komisch war, dass ich gerade 2 Wochen zuvor von meiner zweiten New York Reise zusammen mit Nick zurückgekommen war - außer dass wir nie so früh am World Trade Center gewesen wären, sondern um 9:00 wohl noch im Bryant Park beim Frühstück gesessen hätten, hätte schon alles gepasst.

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft

Sunday, September 11. 2005
Wie, wenn nicht so, sieht der Beginn einer echten Freundschaft aus?

Zitat aus einem Posting von mir in de.alt.tv.reality-soap:
Wie würdest du es denn finden, wenn ich meinen Eindruck von dir mal
"publikumswirksam" und "blumig" beschreiben würde?
Wie würde "aufgeblasener kleiner Dummschwätzer" dir gefallen?
(Zum Glück bin ich für sowas zu höflich, daher bleibt es vorerst beim
Konjunktiv ;-))


Viele tausend Mails, Aberdutzende von Telefonaten, einige im letzten Moment geplatzte Treffendates und gute fünfeinhalb Jahre später haben wir uns an diesem Wochenende dann doch mal IRL getroffen.

Und was soll ich sagen: es war erstaunlich normal angesichts der Themen, die wir in den letzten Jahren sonst so durchgekaut haben: Gewerbesteuer, Polygamie, Leasingraten. :-)

Ich schau dir in die Augen....

Saturday, September 10. 2005
Gestern waren der Prinzgemahl und ich auf warme Empfehlung von Sören im Cafe Casablanca. Obwohl ich schon seit 1992 im Rhein-Main-Gebiet und seit 1998 in Frankfurt wohne, kannte ich das noch nicht - ein echtes Versäumnis. Der Biergarten des Casablanca hat Ambiente, auch drinnen ist es stilvoll-schlicht-nichttrendig, und das Essen ist lecker. Und das allerbeste: Man muss keine Musik überschreien, wenn man Gespräche führen will Da werden wir künftig öfter hingehen.

Vergesst Propecia!

Friday, September 9. 2005
Eine Kollegin - deren Identität ich hier nicht preisgeben werde - heute über einen Mann, der ihr Beuteschema übererfüllt:

Er ist so niedlich! So knuffig! Okay, er hat ein bisschen Haarausfall am Hinterkopf. Aber das sieht man nicht, wenn er liegt.

Das nenn ich pragmatisch.

Now reading: Hans Werner Kettenbach, Die Schatzgräber

Thursday, September 8. 2005
Ich tue mir schwer mit Rezensionen, ich kann nur sagen:

Ich sollte mir alle Bücher von ihm zulegen. Sterbetage hat mich beim ersten Lesen kalt erwischt - eines der wenigen Bücher in meinem Leben, wo ich geheult habe, und das nicht zu knapp. Und bei der Zweitlektüre nicht weniger.

Zusammen mit Christoph Hein und Bernhard Schlink einer der Sterne an meinem persönlichen nationalen Bücherfirmamment :-