Pervers ist ungesund?

Friday, October 28. 2005
Da les ich so nichtsahnend die FR, heute abend in der Badewanne die Beilage "Wellness und Gesundheit" - und was muss ich da lesen, und dann auch noch von Professor Volkmar Sigusch?
Es geht darum, dass Sex gesund ist, auch für Kranke - "Gesundheitsgewinn gelebter Sexualität" heißt der Artikel. Aber, und nun kommts: Achtung, haltet euch fest.

Das alles gilt nur dann, wenn es tatsächlich um die Wiederaufnahme einer vertrauten und weitgehend konfliktfreien Beziehung geht. Es gilt nicht, wenn der Kranke meint, er müsste jetzt außerhalb seiner festen Beziehung aktiv werden und dazu noch auf bizarre, um nicht zu sagen perverse Weise. Diese Aufregung wäre mit Sicherheit zu riskant.


Hallo? Bizarr? Pervers? Häh? Hab ich da gerade einen der renommiertesten deutschen Sexualforscher zitiert, oder die Partei bibeltreuer Christen? Leute, das macht mich fäddisch.

Gelesehnsucht?

Friday, October 28. 2005
Da blätter ich so durch die Zeitschrift NEON, und was sehe ich?



Tja, ist das nun ein gar nicht soooo doofer Neo(n)logismus oder einfach nur ein Typo?
Oh. Novemver - das ist ja auch kreativ.

Kleine Nervigkeiten

Friday, October 28. 2005
Ich bin ja notorische Positivdenkerin, aber manchmal bin ich trotzdem genervt, und nicht nur von Zwangspessimisten, sondern auch von Leuten, ....

  • ... die mit aufgelegtem Hörer wählen und dann, wenn ich melde, mein Ohr beim Abheben des Hörers mit einer trommelfellperforierenden Kakophonie quälen *polterkrach*


  • ... die mir Zettelchen mit Diddl-Mäusen ans Auto hängen, auf denen steht, dass ihr Auto erst 24 Stunden alt ist und ich es durch meinen Blick oder durch die zärtliche Berührung mit meiner Autotür entweiht habe

Ich habe gerade gegrübelt, aber mehr fällt mir gerade nicht ein. Ich sag's ja. ;-)

Buchmesse revisited

Saturday, October 22. 2005
Gestern hab ich den Luxus meines derzeitigen Teilzeitengagements genutzt und bin am frühen Nachmittag auf die Buchmesse gegangen - erstmals im privilegierten Status eines Fachbesuchers, danke an antbo für das Ticket!

Perfektionistisch, wie ich in manchen Dingen leider immer noch bin, habe ich mir vorab erstmal ein paar Stunden beim Stöbern im Veranstaltungskalender um die Ohren geschlagen und mir per Copy & Paste ein ansehnliches Programm zusammengestellt, was ich alles so tun könnte, wenn ich denn will und mich die Füße weit genug tragen.

Und gemacht hab ich dann schliesslich folgendes:
  • Besuch der Lesung von Burkhard Spinnen aus seinem neuen Buch "Klarsichthüllen". Spätestens seit dem Büroroman oder Genazinos Abschaffel ist das Motiv des ganz schnöde und profan in der Privatwirtschaft arbeitenden Menschen für mich spannend. Ernst-Wilhelm Händler steht auch schon seit langem auf meiner Leseliste - mit zu vielem anderen. So richtig inspirierend fand ich die Veranstaltung nun nicht, so dass ich mich entschlossen habe, mich vorzeitig auf den Weg ins Lesezelt zu Juli Zeh zu machen.

  • Auf dem Weg aus Halle 6.1 raus in den Hof des Messegeländes höre ich meinen Namen rufen - und wer steht mir gegenüber? Petra, ehemalige Kommilitonin aus Gießen und Zimmergenossin in der Cite U während des Auslandssemesters 1986/87 Paris. Das Studium haben wir beide 1991 abgeschlossen, danach haben wir uns nur noch ganz selten gesehen, zuletzt wohl 1993 oder 1994 (sie erinnerte sich, dass ich damals bei Procter & Gamble war und einen "ganz tollen Job" gehabt hätte - ui ;-)). Und dann, zwischen 70.000 Besuchern laufen wir uns wieder über den Weg. Sie hat einen für die "FSExerinnen" typischeren Werdegang als ich hingelegt und ist Lektorin geworden, war also tatsächlich geschäftlich da. Die nächste halbe Stunde haben wir damit verbracht, am Stand ihres Verlages einen Kaffee zu trinken, die letzten 10 oder 12 Jahre Revue passieren zu lassen und Visitenkarten zu tauschen.

  • Wolf Wondratschek wollte ich mir dann doch nicht entgehen lassen - er war um 17:30 zur Diskussion über sein neues Buch Saint Tropez beim Blauen Sofa zu finden. Wondratschek ist ja jemand, dessen Lyrik ich schon seit vielen Jahren schätze, er ist der, der den denkwürdigen Satz prägte über Domenica
    Wenn sie mit dem Hintern wackelt, fließen die Flüsse bergauf.

    Saint Tropez ist eine Kurzgeschichtensammlung, aus ihr lesen wollte er nicht, dafür war es ihm zu laut und umtriebig im Durchgang zwischen Halle 5.1 und 6.1 (kann ich verstehen). Stattdessen hat er ein wenig über seine Schreibgewohnheiten erzählt und ein sehr schönes Zitat von Alexander Kluge gebracht
    "Allein schon die Organisation der Trance ist ein poetischer Akt"

  • Ganz zum Schluss bin ich dann noch runter in Halle 6.0 gegangen, wo ein Teil der internationalen Verlage zu finden ist, auf der Suche nach isländischen Verlagen. Leider hatte ich das Limit für mein Knie schon erreicht, wie ich dann merken musste - und ich habe die Tour in Reihe B abgebrochen und habe mich auf den Weg zum Ausgang gemacht.

Tja, das ist nix im Vergleich zu den Marathons früherer Jahre, wo ich als die Prospekte und Zeitschriften kiloweise abgeschleppt habe - schon merkwürdig, mit einer riesigen ZVAB-Tasche rumzulaufen, in der kaum was drin ist.
Mal schauen, vielleicht gehen Martin und ich nochmal zusammen hin, auch wenn es mir vor dem Besucheransturm schon ein wenig graut - es war schon gestern nur mit Fachbesuchern voll genug. Oder wir gehen stattdessen zur Buchmesse Con - mal schauen.

Reden ist Schweigen, Silber ist Gold

Thursday, October 20. 2005
Seit einiger Zeit gibts ja eine besondere Konserven-Variante: den Zwiebelfisch von Bastian Sick. Für mich, die ich schon immer gerne Sprachkritisches gelesen habe, wie z.B. die Bücher von Wolf Schneider, ist das natürlich ein Quell der Freude. Und dann fallen mir auch selbst immer wieder Dinge auf, wie z.B. die kreative Verwendung der französischen Sprache. Oder das Schrotflintenverfahren beim Setzen von "ph".

Ist euch das auch schon mal aufgefallen, wie viele Leute symphatisch schreiben? Und dass es auch Profis passiert, finde ich echt unsympathisch.

Kurz, Nick Hornbys Fantum ist denkbar undogmatisch und deshalb symphatisch.


Und mit Leuten, die emphatisch schreiben, wenn sie empathisch meinen, kann ich nun wirklich kein Mitgefühl haben, besonders wenn sie, wie im folgenden Zitat, sonst keine Berührungsängste mit Fremdwörtern zu haben scheinen. Das muss ich hier mal betonen ;-).

Die Pädagogik (sicher einer der Bannerträgerinnen des Exklusionsverbotes und selbst angetreten unter dem Gesetz des Inklusionsgebotes) fällt Sonder-, Heil- und Behindertenpädagogiken aus, und wenn sie intern bemerkt, daß sie damit desintegriert (desinkludiert), wird sie genötigt, eine integrative Pädagogik zu bauen, die mehr emphatisch als analytisch verfährt und auf Humanität setzt in einer art struggle for life gegen die Drift zur Exklusion, die sie nicht vermeiden kann.


Eine andere Sorte Verwechslungen finde ich aber wesentlich lustiger - die Versprecher, die Helen Leuninger gesammelt und in einem Buch veröffentlicht hat, das diesem Eintrag seinen Namen gegeben hat.

Sie hören nun die h-Mess-Molle, Verzeihung, die h-Moss-Melle, ich bitte sehr um Entschuldigung, die h-Moll-Messe von Johann Sebaldrian Bach .... (ich häng' mich auf!)" [Radioansagerin]






Entgangener kulinarischer Genuss

Monday, October 17. 2005
Und weiter geht's in der Serie "worüber ich mich gefreut habe".

Ich bin ja bei Weight Watchers, dank der Empfehlung von dyfa, die damit bisher beeindruckende Erfolge erzielt hat. Weight Watchers gibts in der konventionellen Verpackung, also mit RL-Gruppentreffen und Schlüsselanhängern als Goodies, wenn man x kg geschmissen hat, als Papiervariante, wo man Tagebuch schreibt und Feedback per Post bekommt - und für Online-Junkies wie mich auch als Web-Version.

Neulich hab ich mal wieder mit dem Prinzgemahl gekocht - oder besser: er mit mir, denn er führt Regie und ich schnibbel nur die Zutaten. (Ist auch besser so - wir wollen ja hinterher auch was zu essen haben ;-)) Diesmal hab ich den Fehler gemacht und auch das Rezept aus der Weight Watchers Rezeptedatenbank rausgesucht. Zitat aus dem Rezepttext:

Kartoffel-Schinken-Auflauf
[..]
Garzeit | 70 Min
[..]
Kartoffeln waschen, ggf. schälen und auf einer Reibe zu extra hauchdünnen Scheiben verarbeiten.
[..]
Mit Alufolie abgedeckt ca. 30 min. backen. Vor dem Servieren 10 min. abkühlen lassen.


Die 70 Minuten hätten mich vielleicht stutzig machen müssen - haben sie aber nicht. So haben wir den Auflauf wie angegeben 30 Minuten im Ofen gelassen - und ihn natürlich roh wieder rausgeholt :-(
Nachdem wir das Ganze noch drei oder viermal 10 Minuten haben backen lassen, liess sich das ganze mit Mühe und Not vertilgen - aber fürs Kino war es zu spät und die Laune auf minus 273 Grad angelangt. :-(

Ich habe daraufhin Weight Watchers eine mittel-böse Mail geschrieben, und was bekam ich zur Antwort?

herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung; jeder Kommentar oder Verbesserungsvorschlag ist bei uns willkommen. Nach Prüfung des Rezepts ist uns aufgefallen, dass sich tatsächlich der Fehlerteufel eingeschlichen hat.


Okay, das ist ja noch normal, aber das hier....

Damit Sie zukünftig wieder tolle Rezepte mit Ihrem Freund ausprobieren können, haben wir heute die "Klassiker" zu Ihnen auf den Weg geschickt.


hat mich doch positiv überrascht. Und "Klassiker" war dann am Samstag in der Post: ein nettes Kochbuch, für das normalerweise doch immerhin EUR 6,50 zu berappen sind.

Mein Fazit: Meine Interessen zu vertreten hat sich gelohnt, wieder mal.

Kleinwagen ist ein Wagen ...

Monday, October 17. 2005
und nicht kein Wagen.



Katze im Sack?

Thursday, October 13. 2005
Ich weiß nicht, ob es Zufall ist oder Methode hat: Gestern ist es mir das zweite Mal in kurzer Zeit passiert, dass ich über meine OpenBC-Kontakte bzw. meine Forenaktivitäten dort eine Einladung zu einer Veranstaltung erhalten habe, die sich erst auf den zweiten Blick als kostenpflichtig erwiesen hat.

Bisher waren alle Veranstaltungen, die ich via OpenBC besucht habe, kostenlos - als Beispiel nenne ich mal den Vortrag von Thorsten Hahn über Marketing und Akquise für Trainer. Oder auch die teilweise doch ziemlich interessanten Veranstaltungen des Rhein-Main-Network. Oder das Business-Frühstück, das Michael Neumann veranstaltet, mit teils sehr hochkarätiger Besetzung.

Auch bei den beiden Einladungen jetzt stand in der Mail, die in meinem Postfach aufschlug, nichts von Kosten.

Nach Klick auf diesen Link

Um zu entscheiden, ob Sie an diesem Termin teilnehmen möchten, besuchen Sie bitte folgende Seite (der Link funktioniert nur für Martina Diel und darf nicht an eine andere Person weitergegeben werden, da er Ihre persönliche Kennung enthält):

http://www.openbc.com/go/eventinv/xxxxxx/xxxxxxx


kam man zur Terminseite - auch da noch kein Hinweis auf Kosten. Hier konnte man dann per Ja/Nein/Vielleicht-Auswahlliste seine Teilnahme bestätigen oder absagen. Und damit ist normalerweise die Sache erledigt - so werden im OpenBC Termin gehandhabt.

Was ich übersehen habe, war dieser Hinweis:

Weitere Infos und Anmeldung unter
www.xxx.de
Telefon 0xxxx - xxxxxxx
aaa@bbb.de


Ich bin dem Link nicht gefolgt, warum auch - ich glaubte mich ja schon angemeldet.

Eine Woche vor dem Termin bin ich nun von der Veranstalterin darauf angesprochen worden, dass meine offizielle Einladung noch fehlt. Und erst daraufhin habe ich entdeckt, dass für die dreistündige Abendveranstaltung 60 EUR fällig werden.

Meine Antwort war ein wenig verschnupft, die ihre daraufhin dann auch und ich frage mich nun: wer sitzt hier auf dem falschen Pferd? Bin ich begriffsstutzig, oder war der Preis wirklich ziemlich versteckt?

Achja: ich hatte ja von zwei Fällen gesprochen.

In dem anderen Fall war es ähnlich: Kein Hinweis auf Kosten in der Mail, kein Hinweis auf Kosten auf der Terminseite - erst auf einer weiteren Anmeldeseite (die aber leichter als weitere notwendige Anmeldungsformalie erkennbar war) stand etwas von EUR 35 für einen Vortrag zu lesen. Anders war nur die Reaktion des Veranstalters: er hat sich entschuldigt und Besserung gelobt.

Ich bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt.





The Three Question Personality Test

Wednesday, October 12. 2005



Your Personality Is


Guardian (SJ)




You are sensible, down to earth, and goal oriented.

Bottom line, you are good at playing by the rules.

You tend to be dominant - and you are a natural leader.

You are interested in rules and order. Morals are important to you.

A hard worker, you give your all at whatever you do.

You're very serious, and people often tell you to lighten up.

In love, you tend to take things carefully and slowly.

At work, you are suited to almost any career - but you excel in leadership positions.

With others, you tend to be polite and formal.

As far as looks go, you are traditionally attractive. You take good care of yourself.

On weekends, you tend to like to do organized activities. In fact, you often organize them!

Die guten Dinge im Leben

Tuesday, October 11. 2005
Einer der Gründe, warum ich ein Blog haben wollte, war die Idee, dass ich einen Ort haben möchte, wo die guten Dinge in meinem Leben erwähnt werden, und wo auch andere davon lesen können.
Die Blogosphäre ist voll von Rants und das Leben ist eh schwer genug für alle - okay, aber das wissen wir doch eh alle, oder? Unter der Rubrik "The Bright Side of Life" werde ich jedenfalls künftig ein paar von den Dingen sammeln, die mir Freude machen.

Heute zum Beispiel: ins Büro zu kommen und von der Kollegin empfangen werden mit den Worten Soll ich dir einen Kaffee mitbringen? - kann es etwas Besseres geben?

Island-Treffen

Sunday, October 9. 2005
Seit letztem Sommer sind wir ja Island-Fans - unsere Reise dorthin hat uns völlig von dem Land eingenommen, und Martin hat es so gepackt, dass er dieses Jahr wieder hin ist, diesmal allerdings für einen richtigen Trekking-Urlaub.

Aber zum Island-Treffen muss man nicht wandern, da kann man fahren, deswegen haben wir uns gestern aufgemacht in Richtung Obersulm-Weiler, wo Peter Klein, der auch das Islandreise-Forum betreibt zusammen mit Dieter Schweizer das nunmehr 5. Island-Treffen veranstaltet hat.

Wie schon letztes Mal gab es auch dieses Jahr eine ganze Reihe Vorträge. Meine persönlichen Highlights waren der Vortrag von Dieter Graser, der auch dieses Jahr wieder im Hochland unterwegs war, dem aber seine Gesundheit einen Streich gespielt hat.

Mit der Nachricht über die Rettungsaktion, in der man ihn von dem Gletscher wieder wegtransportierte, wo ihn ein sommerlicher Schneeeinbruch kombiniert mit Hexenschuss für zwei Tage festgehalten hatte, hat er allen "Island-Reise-Regulars" einen ordentlichen Schrecken eingejagt. Gestern war er aber wieder gesund und munter und brachte gewohnt professionell die spannende Geschichte rüber, die er diesen Sommer erlebt hat.

Sehr gut gefallen hat mir auch der Vortrag von Dietrich Hub, einem Pfarrer, der gerne in den Ferien ungewöhnliche Reisen unternimmt und diese dann journalistisch verarbeitet. Er war mit hochschwangerer Frau, Geländewagen und - jetzt kommt's - Motoryacht! auf einem Bootsanhänger in Island unterwegs. Wo immer es möglich war, hat er das Boot dann zu Wasser gelassen und ist herumgeschippert - gar nicht so einfach, weil in Island Bootfahren und Fischen gedanklich untrennbar miteinander verbunden sind und jemand, der zur Erholung Boot fährt, als Kuriosum gilt, und natürlich wenig Infrastruktur vorhanden ist.

Abends saßen wir dann noch lange (und wenn ich "lange" schreibe, meine ich "echt lange") zusammen, tauschten Reisegeschichten aus, z.B. über Flippies Erfahrungen bei der Überfahrt mit der Fähre, der Norröna, oder Johannes' Erlebnisse als Wohnmobilfahrer und Buchautor. Die berühmten Geheimtipps wechselten den Besitzer und der Trollinger (oder das Weizen) floss.

Bloss für mich nicht - ich hatte mich dummerweise bereit erklärt zu fahren und habe mich dann von 1:30 bis fast 4:00 durch dicksten Nebel hindurch zurück nach Frankfurt gekämpft. Darf ich verraten, dass Martin auf dem Beifahrersitz schamlos weggepooft ist?

200 Dinge, die man im Leben getan haben sollte - Fragen 1 bis 20

Thursday, October 6. 2005
Irgendwo im OpenBC, ich weiß nicht mehr wo, bin ich auf diesen Link hier gestossen:
200 Dinge, die man in seinem Leben gemacht haben muss. .

Ich fange einfach mal an mit den ersten 20 - und wenn ihr, liebe stille Mitleser, Freunde, Fans und Feinde ;-), auch fleißig kommentiert, dann mach ich bald mit den Punkten 21 bis 40 weiter. Ihr dürft natürlich auch eure eigenen Antworten auf die 20 Punkte hier posten!

Und dann mal los:
  1. Eine Kneipenrunde bezahlen
    Kommt darauf, was darunter zu verstehen ist. Ich habe schon mal meinen Geburtstag - der 35. war es glaub ich - mit ner Menge Freunde und Bekannte im Himmelreich gefeiert. Klar, dass ich da gezahlt habe. Wenn mit Kneipenrunde gemeint ist, dass ich auch die ganzen Unbekannten mit beköstigt hätte, die da noch so rumsaßen an anderen Tischen - nöh, das nicht.
  2. Mit Delfinen im offenen Meer schwimmen
    Nein.
  3. Einen Berg besteigen
    Klar. Spätestens das, was wir damals bei meinem letzten Arbeitgeber als Incentive Reise gemacht haben, verdient den Namen Bergtour.
  4. Testrunde in einem Ferrari fahren
    Nein, mal den Porsche von meinem Ex-Chef zu fahren, durch Münster, hat mir bisher gereicht.
  5. Das Innere der Großen Pyramide von Gizeh besuchen
    Nein
  6. Eine Tarantel auf der Hand halten
    Nein. Das was dem am nächsten kommt, war die Jagd auf eine doch einigermaßen gefährliche australische Spinne, deren Name mir gerade entfallen ist, im Jahre 1999 in Brisbane, als ich dort meine Freundin Sabine besucht habe. Aber das war keine Tarantel, und in der Hand hatte ich sie auch nicht - alles andere als das.
  7. Im Kerzenlicht mit jemandem ein Bad nehmen
    Ja. Aber mehr sag ich dazu nicht. ;-)
  8. »Ich liebe dich« sagen und es meinen
    Muss es denn diese Formulierung sein?
  9. Einen Baum umarmen
    Nein.
  10. Einen Striptease bis zum Ende hinlegen
    Nicht wirklich.
  11. Bungee Jumping ausprobieren
    Nein, und es reizt mich auch nicht. Zählt auch ein Tandem-Fallschirmsprung?
  12. Paris besuchen
    Ja, mehrfach, und ich hab dort sogar mal gelebt und studiert für ein halbes Jahr. Ist allerdings 20 Jahre her, fast.
  13. Ein Gewitter auf See erleben
    Nein.
  14. Die Nacht durchmachen und den Sonnenaufgang ansehen
    Ja, aber das ist lang her - könnte man mal wieder.
  15. Das Nordlicht sehen
    Nein, aber das würde ich gern mal.
  16. Eine Sportveranstaltung in einem Riesenstadion besuchen
    Ich war mal bei einem Bundesligaspiel, VfL Bochum gegen [vergessen], in Bochum mit der lieben Svea **wink** und Anna und Christian und dem Prinzgemahl. Zählt das als Riesenstadion?
  17. Den Schiefen Turm von Pisa besteigen
    Nein
  18. Eigenes Gemüse züchten und essen
    Nein
  19. Einen Eisberg berühren
    Wie man es nimmt. Wenn die hier als Eisberg durchgehen, dann ja.
  20. Unter dem Sternenhimmel schlafen
    Ja. Das war ein ziemlich unvergessliches Ereignis. Ich war 15 oder so und bin mit einem Sack voll Kinder und dem Pfarrer und dem Rest der christlichen Jugendgruppe ein paar Kilometer über die Felder gefahren, habe den typischen Abend mit Gitarre und christlichen Liedern verbracht - und dann haben wir allesamt unter einer gewaltigen ausladenden Kiefer übernachtet. Mit der ganzen christlichen Sache hab ich nix mehr zu tun - aber das war ein Erlebnis, das sich ziemlich festgesetzt hat. Danke, Pfarrer Haas!

Bielefeld existiert doch!

Tuesday, October 4. 2005
Und der zweite Eintrag innerhalb weniger Tage mit mysteriösen Vorfällen aus der wunderbaren Welt der Telekommunikation:

Heute schau ich auf das Display meines Tiptel190 und sehe, dass ein Anruf eingegangen ist.
Es zeigt sich, dass er von einem Anschluss mit der Vorwahl 0521 kommt. Allerdings ist die Rufnummer nur vierstellig - ein bisschen kurz, will mir scheinen.

Ich gebe die Rufnummer bei der Rückwärtssuche der Telekom auf, aber, wie soll es auch anders sein:

Kein Teilnehmer gefunden:

Zu der von Ihnen eingegebenen Rufnummer konnte leider kein Teilnehmer gefunden werden. Möglicherweise hat dieser Teilnehmer einer Rückwärtssuche widersprochen oder ist nicht in DasÖrtliche Telefonbuch eingetragen.


Und welche Stadt hat die Vorwahl 0521? Ja, genau.

Was lernen wir daraus?
  • Bielefeld gibt es doch,
  • dort gibt es noch vierstellige Rufnummern,
  • oder man kann Rufnummern teilweise unterdrücken,
  • jedenfalls rufen sie bei mir an.

Tierischer Test

Monday, October 3. 2005
Ich bekenne mich dazu, ein Test-Junkie zu sein. :-)




The Keys to Your Heart



You are attracted to those who are unbridled, untrammeled, and free.



In love, you feel the most alive when your lover is creative and never lets you feel bored.



You'd like to your lover to think you are stylish and alluring.



You would be forced to break up with someone who was emotional, moody, and difficult to please.



Your ideal relationship is open. Both of you can talk about everything... no secrets.



Your risk of cheating is zero. You care about society and morality. You would never break a commitment.



You think of marriage as something precious. You'll treasure marriage and treat it as sacred.



In this moment, you think of love as commitment. Love only works when both people are totally devoted.



Gefunden bei Marc

Now reading: Der Gott der kleinen Dinge

Sunday, October 2. 2005
Schon seit einigen Tagen lese ich Arundhati Roy - Der Gott der kleinen Dinge

Bisher kann ich schwer nachvollziehen, was für ein Hype um dieses Buch gemacht wurde.
Es ist eine ganz normale Familiengeschichte, wie ich schon viele gelesen habe - und viele bessere. Das "exotische" Ambiente, syrische Christen in Indien, brachte bisher auch noch wenig erhöhten Lesegenuss noch nicht mal tiefere Einblicke in Phänomene wie das Kastensystem hat es bisher gegeben.

Ich bin mittlerweile fast zur Hälfte durch und frage mich: durchhalten und weiterlesen? Oder weglegen und.... (Achtung, Blasphemie) gar verkaufen über amazon oder Booklooker, tauschen gegen andere z.B. via Buchticket oder Boogg!, bei Bookcrossing "freilassen"?

Das ist ein generelles Problem: ich habe nicht mehr viel Stellplatz für weitere Bücher. Ich horte gerne Lesestoff und geliebte Lektüre - aber ich werde keine Wohnung in XXL-Format mieten, nur damit ich mehr davon unterbringen kann.

Andererseits widerstrebt es mir, Büchern, die mich bei einer ersten Lektüre nicht angesprochen haben, keine zweite Chance mehr zu geben, denn ich denke dann immer wieder an das, was Doris Lessing im Goldenen Notizbuchüber Lektüre sagt:

Es gibt nur eine Art, Bücher zu lesen, nämlich die, in Bibliotheken und Buchhandlungen zu stöbern, Bücher mitzunehmen, die einen interessieren, und nur die zu lesen und sie wegzulegen, wenn sie einen langweilen, oder die Längen zu überspringen - und niemals, niemals etwas zu lesen, weil man glaubt, man müsste, oder weil es zu einer Richtung oder Bewegung gehört.
Denk daran, dass das Buch, das dich langweilt, wenn du 20 oder 30 bist, eine Offenbarung sein kann, wenn du 40 oder 50 bist und umgekehrt. Lies kein Buch,wenn nicht die Zeit dafür gekommen ist...


Lustigerweise geht es mir so auch mit dem Goldenen Notizbuch selbst - ich habe es vor langer Zeit gekauft, nie fertiggelesen, und seither steht es bei mir im Regal und gilbt vor sich hin - ob seine Zeit noch kommen wird? Und Roys Zeit?

Wir werden sehen - ich werde berichten.


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