Protest-Parken

Wednesday, November 30. 2005
Ich habe es ja schon mal erwähnt - das mit dem Parken, das ist hier so eine Sache. Aber da ich ja abenteuerlustig (oder eher einfach bequem?) bin, stürze ich mich immer wieder ins Vergnügen, statt vernünftig zu sein und mit Bus und Straßenbahn zu fahren.

Nicht weit von meinem aktuellen Büro hat die DWS ihr Domizil - und dort gegenüber, vor der Westsite Frankfurt parkt mit erheblicher Penetranz über Wochen und Monate, Tag und Nacht, das Auto des selbstbenannten "Peanutsopfers".

Ich hatte mich an den Anblick längst gewöhnt, da ergab sich letzte oder vorletzte Woche eine überraschende Änderung des Szenarios: der verrapsackte Kleinwagen mit der bunten Beschriftung war verschwunden, stattdessen konnte man dort ein Auto bewundern, ebenfalls bunt beklebt. allerdings mit der Werbung für die "Kontakt-Sauna2010". "Hat da jemand die Branche gewechselt?" war mein erster Gedanke. Bis ich am selben Tag den ollen Corsa des Peanuts-Opfers wiedersah - diesmal ein ganzes Stück weiter stadtauswärts die Mainzer Landstraße entlang: gegenüber vom Lidl steht er nun. Protest gegen die Discounter-Kette, oder wohnt der Mann einfach dort? Muss mal denic fragen und mir die Beschriftung genauer anschauen. Ich werde berichten.



Parken ist harte Arbeit

Friday, November 4. 2005
Direkt hinter dem Haus, wo ich zur Zeit arbeite, entsteht die neue S-Bahn-Werkstatt im Gebäude des ehemaligen Postbahnhofes. Das Gebäude wird umgebaut, derzeit werden alte Bahnschwellen abtransportiert - das Gelände sieht fast jeden Tag anders aus.
Parallel wird offenbar auch das Gebäude der riesigen Radiologiepraxis renoviert, in der ich mein Knie auch schon zweimal hab im MRT untersuchen lassen.
Leider wird dadurch die bis dato für Frankfurter Verhältnisse traumhaft günstige Parkplatzsituation schlechter und schlechter, mal wird da irgendwelches Material abgelagert, dann parken dort LKWs.
Seit das Chinesische Konsulat zwei Häuser weiter eingezogen ist, sind auch wieder mindestens ein halbes Dutzend der hinter dem Haus liegenden, "wilden" aber tolerierten Parkplätze weggefallen. Erst waren da wochenlang bis in die Nacht hinein eine Handvoll Schweißer dabei, einen hohen Gitterzaun zu schweißen. Und seit sie fertig sind, ist noch immer die Fläche an der Rückseite des Gebäudes mit provisorisch zusammengenagelten Brettern blockiert.
Naja, ich will nicht meckern, es gab auch schon Zeiten, da hab ich beim Parken im Umfeld der Mainzer Landstraße mehr Geld in Strafzettel investiert als in Benzin.
Und heute morgen, als ich mich gerade illegalerweise noch an eine Straßenecke zwängen wollte, hat mir sogar jemand seinen Parkplatz angeboten, den er gerade freizumachen vorhatte. Bin ich die einzige, der sowas passiert, oder berichten alle anderen immer nur von den Zeitgenossen, die ihnen Parkplätze wegschnappen?



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