Kongruenzlos

Wednesday, February 4. 2009
Kommunikation scheint manchmal Glückssache zu sein, so wie Fremdwörter.

ich vergleiche es eher mt den Mogelpackungen von Müllermilch, steht viel drauf, ist groß und sieht gut aus, nur ist leider nicht viel drin. Aber es wird eher gekauft als die bescheidene Kongruenz die das gleiche kostet, nur anstatt Verpackung mehr Inhalt bietet. (aus einem Xing-Forum)


Z.B. neulich bekam ich - aus einem Grund, den ich nicht kenne - eine relativ zickige Mail von jemandem, der mir eigentlich mal ganz sympathisch war.

Sie endete mit dem Postscriptum:
(Du brauchst eine Antwortmail gar nicht erst zu versuchen, sie wird bei mir nicht ankommen. Ich verbitte mir ausdrücklich jegliche Kontakt aufnahme Deinerseits.)


Hm, lieber Ungenannter, es gibt einen ganz klasse Trick, wie du unfehlbar dafür sorgen kannst, dass ich dir weder eine Mail noch sonstwas schicke:

Du hältst deine Finger still und schickst mir deinerseits keine.

(Mal davon abgesehen, dass die Hit & Run-Methode ungefähr so viel Stil hat wie der Cold Call mit einer verdeckten Rufnummer)

Und dann war da noch der Herr aus dem Netz, CDU-Mitglied und Burschenschaftler, der einen Klick auf sein Xing-Profil (unerhört aber auch) zum Anlass nahm, folgendes Werk zu verfassen:

Auszüge:
|Sie waren ja wieder einmal bei mir auf dem Profil. Überlegen Sie gerade, ob Sie mal wieder einen Streit mit mir vom Zaun brechen wollen [..] Ich muß zugeben, daß ich bei Ihnen immer vor dem Rätsel stehe, ob Sie den Streit um des Streits Willen suchen oder ob Sie einfach nicht anders können. [..]


Tja, ein öffentlich verfügbares Profil anschauen, das ist ja dem Wurf des Fehdehandschuhs gleichzusetzen und zeigt meine Streitsucht.
Hingegen daraufhin eine beleidigende Mail zu schreiben, ist reiner Selbstschutz.

Warum nur muss ich an den Mann mit dem Hammer von Watzlawick denken?

Manchmal ist die Welt schon bunt. :-)