Charakteristisch

Sunday, November 29. 2009
Kaffeesatzlesen ist out! Zehenlesen ist das neue Handlesen!



gefunden in Frankfurt-Eschersheim

Noch mehr Fahrzeuge in Kalifornien

Friday, November 27. 2009
Bald ist unsere Japan-Reise ein Jahr her, und ich habe noch nicht mal alles darüber gebloggt, was ich wollte. Damit es mir nicht mit Kalifornien genauso geht, hier noch ein paar Fotos:

Diese beiden Schätzchen haben wir in Nevada City auf dem Hof unseres Motels vorgefunden:





Mit den Häuschen im Neokolonial-Stil im Hintergrund und den Sequoias zwischendrin ist das schon richtig arg klischeehaft - aber ich schwöre, so war's!
Die vielen herumliegenden Tannennadeln sind übrigens Ergebnis eines Sturms, der in Nordkalifornien für ein paar Tage die Wintersaison einleitete.

Und noch was klischeehaftes:

Kalifornische Kinder müssen auch im Supermarkt weder auf das Auto noch auf das TV verzichten - für beides zusammen gibt's jetzt die TV-Karts.





Live und in Farbe

Monday, November 16. 2009
Achtung, Flash.



Gefunden hier: Personalize Media

Mitgemeint

Thursday, November 12. 2009
"Ihr seid natürlich mitgemeint" hört man immer wieder gerne, wenn es darum geht, ob es in Ordnung ist, wenn von Studenten oder von Mitarbeitern die Rede ist, während Männlein und Weiblein gemeint. Ich bin mir da unschlüssig - einerseits geht mir tatsächlich das "-innen"-Anhängen auf die Nerven, einerseits weil es umständlich ist, andererseits weils bemüht klingt. Andererseits aber weiß ich um die Kraft der Sprache und wie sie unser Denken beeinflusst.

So auch heute: Jahr um Jahr wird darüber geredet, warum Frauen im Job noch immer so selten so weit aufsteigen wie Männer, im Schnitt weniger verdienen, nichts studieren, was hinterher das Überleben sichert, oder wenn doch, dann spätestens beim ersten Kind in die Elternzeit verschwinden, warum sie überhaupt so vergleichsweise wenig präsent sind im Beruf.

Und dann lese ich sowas und weiß wieder, wie es kommt:



Unter der Überschrift "Benimmfalle Büro - Wie Sie unangenehme Situationen im Joballtag meistern" wird da folgendes zum Besten gegeben:

Treffen auf dem stillen Örtchen
Für viele eine unangenehme Situation: den eigenen Chef beim Toilettengang treffen.
Reichen Sie ihm ausnahmsweise nicht die Hand. Sollte er Ihnen seine geben, nehmen Sie sie an, falls Ihnen das nicht unangenehm ist.
Sofern die Waschräume in Ihrer Firma über abgetrennte Toilettenkabinen verfügen, reicht ein höfliches Zunicken. Heikel wird es, wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen, sondern eines der Urinale benutzen müssen. Je nachdem, wie viele davon zur Verfügung stehen, lassen Sie idealer Weise einen Platz zwischen sich und Ihrem Chef frei, um weder zu viel Nähe, noch zu viel Distanz zu demonstrieren.


(nachlesbar hier: Stepstone

Alles klar. Urinale also. Soviel zum Thema "mitgemeint".
Ich benutze keine - also bin ich wohl diesmal nicht mitgemeint. Da steht zwar nicht "wie man als Mann unangenehme Situationen im Joballtag meistert" - aber genau das ist offenbar gemeint, denn Männer sind in den Köpfen vieler der Default im Job, wenn's um Karriere geht, ganz offenbar auch in dem dieses Journalisten.
Wenn in einem ähnlichen Text der fehlende Tampon vorkäme, würde der Artikel sicher Teil eines "Jobspecial: Frauen" sein - sind halt immer noch ein Sonderthema, Frauen im Job. Und das ist nur ein Beispiel von vielen, die bei Nachfragen das verwundert-empörte "Aber natürlich darf es auch eine Frau sein" hervorrufen. Schlimm genug, dass man sich da überhaupt vergewissern muss.
Muss man sich da wirklich noch fragen, wieso bestimmte Geschlechterstereotypen sich so hartnäckig halten?

Warum nur muss ich an Simone de Beauvoir denken? Wie schön wäre es, ich könnte ihr von Herzen widersprechen.

And now to something completely different: Computerwoche Karriereratgeber

Thursday, November 12. 2009
Heute mal wieder ein Beitrag mit beruflichem Kontext:

Ab heute bin ich 2 Wochen lang bei der Computerwoche die "Kummerkastentante" für das Karriereforum.
Mit einer ähnlichen Aufgabe habe ich ja schon bei Monster Erfahrungen sammeln können, mal gespannt, wie es bei der CW ist und was für Fragen kommen. Meine Leser sind natürlich herzlich eingeladen, endlich zur Sprache zu bringen, was sie schon immer wissen wollten, aber nie zu fragen wagten. ;-)

Autofahren in Kalifornien

Sunday, November 8. 2009


Auf Wunsch von Herrn M. aus B. fang ich jetzt endlich mal an, ein bisschen was aus den USA zu erzählen - der ultimative Überblicksrtikel zur gefahrenen Route, der mich bisher davon abgehalten, loszulegen, weil doch etwas aufwendiger, ist noch nicht geschrieben, folgt aber in Kürze.
Heute schauen wir mal auf den Straßenverkehr in den USA. Für mich gab es doch einige Aha-Erlebnisse. Ein paar Aspekte:
Fahrstil: Über weite Strecken sind die Autofahrer wirklich extrem entspannt. Ich habe auf den gesamten 5000 Kilometern, die wir gefahren sind, ungefähr zweimal jemanden hupen hören. Sogar der Herr K. hat sich zurückgehalten - es gab einfach fast nie einen Anlass, außer vielleicht den kleinen Frühstückspäuschen auf der Kreuzung, wenn von allen vier Seiten Autos kamen und man sich dann mal so ganz langsam überlegte, wer denn jetzt mal fahren könnte.
LA Über das Autofahren in und um LA hatte ich schon diverse Schauergeschichten gehört - alles Unfug, wie ich jetzt weiß. Wer das Frankfurter Kreuz ohne Herzinfarkt bewältigt, der kommt auch auf den Highways rund um und in LA locker klar, und Downtown sowieso. Allerdings muss man sagen, dass in Los Angeles der Fahrstil gelegentlich ansatzweise deutsches Aggressivitätslevel erreicht, was anderswo in Kalifornien wirklich undenkbar ist.
Beschilderung Der amerikanische Autofahrer wird im allgemeinen sehr gut mit Informationen versorgt, die Beschilderung ist weitgehend hilfreich und funktioniert bestens. Einzige Ausnahme: die Highway- bzw. Freeway-Nummern können sich ändern, ohne dass einem das vorher so richtig klar ist. Da ist man z.b. eigentlich auf der 101, aber dann wieder auf der 1, ohne dass man irgendwas getan hätte außer geradeaus fahren. Und manchmal ist eine Straße auch gleichzeitig 1 und 101. Wir sind dadurch schon mal sozusagen bis ans Ende der Welt gefahren, wo die Straße wirklich zu Ende war und völlig unklar, wie wir wieder in die Zivilisation finden.



Baustellen und so. Auch hier wird der Autofahrer ziemlich betüddelt. Alles ist mit Schildern gepflastert, überall stehen Leute mit Fähnchen an den Baustellen und winken einen dort entlang, wo man sonst sowieso langfahren würde, weil es nirgends anders lang geht. Im Lassen Volcanic Park wurde bei einspuriger Verkehrsführung sogar ein sogenannter "Pilot Car" den an der Ampel wartenden Autos vorausgeschickt und man schlängelte sich dann sozusagen im Konvoi durch eine absolut nicht irgendwie gefährliche oder auch nur besondere Baustelle
SUVs und RVsFast schon legendär sind ja die amerikanischen Autos. SUVs und Pickups beherrschen das Straßenbild vor allem außerhalb der Großstädte. Wenn man sieht, wie viele Leute wohnen, allerdings auch verständlich. Bei der Fahrt durch ländliche Gebiete sieht man nur an den an der Straße aufgestellten Briefkästen, dass am Ende der Dirt Road, irgendwo außer Sichtweite hinter den sieben Bergen, wohl doch noch Leute wohnen. Da wäre man mit einem normalen Pkw schnell aufgeschmissen, das sehe ich ein.
Was ich nicht einsehe, ist der Sinn hinter den monströs RVs, die überall zu sehen sind, busgroße Teil, die dann noch einen Geländewagen hinter sich herziehen, oder ihn gleich in der eingebauten Garage mitnehmen. (Auf dem Foto unten waren wir leider zu spät dran, um noch aufs Bild zu bekommen, wie der Jeep ins Heck hineinfährt, man sieht nur noch, wie die Ladeklappe geschlossen wird)



Was es aber auch gibt, sind uralte Büchsen, die in D wohl wohl entweder schon lange auf dem Schrottplatz gelandet oder aber in den Händen eines überbezahlten Zahnarztes zu einem Museumsstück aufpoliert worden wären. Hier aber tun sie offenbar seit Jahrzehnten ihren Dienst, und keinen TÜV kratzt es. Zwei Beispiele: Ein graues Mäuschen:



und ein Patriot:



Parkplätze USA ist ja extrem autofreundlich - was einerseits ein bisschen pervers ist, andererseits mir mit dem lahmenden Hinterlauf viele Highlights in den Nationalparks überhaupt erst zugänglich gemacht hat. Da will ich wirklich nicht meckern, auch wenn z.B. Yosemite streckenweise wirklich überzivilisiert wirkt. All das führt dazu, dass eine Parkplatzpolitik, in der z.B. man nicht jederzeit überall direkt vor der Tür parken kann, man eine Parkuhr benutzen oder einmal um den Block fahren muss, fast als Menschenrechtsverletzung gewertet wird. So jedenfalls die Kommentare im Lonely Planet zu den Parkmöglichkeiten in einigen Städtchen, durch die wir gekommen sind.

Wunderbare Warenwelt - Part II

Saturday, November 7. 2009
Irgendwie scheint mich das Thema "Hochzeit" gerade zu verfolgen.

Heute waren wir in der Innenstadt, um ein Willkommensgeschenk für den Nachwuchs eines Freunds von Herrn K. zu kaufen, da kamen wir an einem Laden vorbei, den ich noch nicht kannte. Da wir recht schnell fündig geworden waren, was das Baby-Mitbringsel betraf, konnten wir uns schnell einigen, mal in diesen Idee - Creativmarkt zu schauen. Schnell zeigte sich, dass der Laden ein ähnliches Angebot wie Das Depot oder andere Hinstellerchen-Gelangweilte-Hausfrauen-Hobby-Laden hat, also nichts, was mich näher interessiert.
Einige wirklich unglaubliche Dinge fesselten aber die Blicke unwiderstehlich, so z.B. das Regal mit dem Hochzeitszubehör. Motiv-Toilettenpapier hatten sie zwar keines, aber dafür Brautpaarfiguren in allen Größen, um sie auf die Hochzeitstorte zu stellen. Und ganz politisch korrekt: auch schwule und lesbische Brautpaare konnten da finden, was das Herz begehrt. ;-)



(Qualität ist leider wegen Handy-Kamera nicht so dolle)

Des Rätsels Lösung

Friday, November 6. 2009
Gestern hatte ich einen gewaltigen Aha-Effekt. Und das kam so:
Schon seit einigen Monaten hatte offenbar die Batterie des rosaroten Spielmobils Inkontinenzprobleme - das heißt, sie wurde überdurchschnittlich schnell leergesaugt, ohne plausible Erklärung. Sehr oft sprang das Auto erst beim zweiten Mal an, oder ging beim ersten Mal wieder aus. Egal, ob mit angeschaltetem Abblendlicht oder ohne, egal ob mit betätigtem Blinker oder ohne, egal ob Scheibenwischer an oder aus. Am Standgas lag's auch nicht. Ich hatte mich schon fast damit abgefunden, nach 150.000 gefahrenen Kilometern das Auto nun langsam in die ewigen Jagdgründe schicken zu müssen.
Aber gestern kam ich dem Problem auf die Spur: seit einem Wassereinbruch hinterm Armaturenbrett funktionieren einige Lämpchen nicht mehr - was etwas irritierend ist, aber man gewöhnt sich dran. Und so konnte es geschehen, dass der denkbar größte Verbraucher, die Heckscheibenheizung nämlich, permanent angeschaltet war. Flugs ausgeschaltet das Ding - und ich wette, die Probleme mit dem Anlassen tauchen nicht mehr auf.
Trotzdem wird sich natürlich über kurz oder lang die Frage stellen, welches Auto der Nachfolger vom Y wird. Der A2 gefällt mir ja gut, aber der wird nicht mehr hergestellt und ich würde schon gerne etwas nicht allzu Altes fahren. Any ideas von der Leserschaft, was man sich kaufen könnte, wenn die wichtigsten Kriterien Zuverlässigkeit, handliche Größe, wirtschaftlicher Betrieb sind?

Wunderbare Warenwelt

Sunday, November 1. 2009
Bevor ich mit dem USA-Geblogge anfange, hier noch eine Perle der deutschen Warenwelt:
Hochzeitsklopapier!



Da scheidet sich die Spreu vom Weizen, was eine echt bis in letzte durchorganisierte Hochzeitsfeier angeht.
Telefonkonferenzen für den Gäste-Konvoi oder Herzchentaschentücher für die schluchzenden Trauzeugen sind doch dagegen noch gar nix, oder?