Schreibblockade, die 2.



Irgendwie hat es nichts genutzt: auch der Blogeintrag zu den unspektakulären Details des Lebens hat nicht dazu geführt, dass ich wieder inspiriert in die Tastatur haue.

Daher wieder nur ein paar Details mitten aus dem Leben:

Die ebay-Auktion neulich war mittelmäßig erfolgreich - die Papierschublade hat - wie man sieht - bisher keinen Käufer gefunden, aber zum Ausgleich hab ich das Aldi-Talk-Starterpaket, das es in jedem Aldi für 19,99 gibt, für sage und schreibe 39,-- EUR plus Versandkosten versteigert. Ich habe nicht die geringste Ahnung, warum das so kam, die Rufnummer ist keine besonders tolle, meine Angebotstext nicht übermäßig kreativ. Die Welt ist bunt.

Als nächstes werde ich mich an das Verticken meiner Modellbahn-Teile machen - hier eventuell mitlesende Modell-Pufferknutscher dürfen aber gerne auch vorher ihr Interesse signalisieren. ;-) Es gibt auch Fotos - eine Mail und ich schick sie los.

Schön, wenn die Todo-Liste dauerhaft unter 100 Items bleibt und diese Woche sogar erstmals seit Menschengedenken unter 80 liegt.

Noch ein merkwürdiges Erlebnis von letzter Woche:

Ich hatte per Online-Formular einen Tisch in der Arche Nova reserviert für ein Netzwerk-Treffen in dieser Woche, da bekam ich einen Anruf vom Wirt dieses Lokals.
Was dann folgte, hatte gewisse Ähnlichkeiten mit einem Verhör. Ich hätte ja da einen Tisch reserviert, für 8 Personen - was wir denn da so vorhätten? Tja, was wird man so vorhaben, wenn man sich mit ein paar Leute in einem Restaurant trifft zur abendlichen Stunde? Essen, trinken, reden? Und das sagte ich ihm auch. "Sie haben da also so eine Tagung" fuhr er fort, mit einem leicht lauernden Ton in der Stimme. Von einer Tagung kann natürlich keine Rede sein, wir treffen uns halt einfach mit einem halben bis einem Dutzend Leuten, tauschen Visitenkarten, reden über - meist geschäftliche - Themen und lassen ansonsten den lieben Gott einen guten Mann sein. Tja, meinte er darauf, er hätte nämlich auch schon die Erfahrung gemacht, dass "solche Gruppen" da ewig die Tische besetzten und kaum was konsumierten. Und das könne er sich nicht leisten.
Sehe ich ja alles ein - aber diese Art, potentielle Gäste peinlich zu befragen, finde ich dennoch maximal abschreckend. Hey, wer mag schon eine Rechtfertigung abliefern, wenn er bei jemandem sein Geld loswerden will? Ich frage meine Interessenten ja vor einem kostenlosen Vorgespräch auch nicht, ob sie denn auch ja so viel Umsatz generieren werden, wie ich gerne hätte. Unternehmerisches Risiko halt, wer das nicht will, soll auf dem Landratsamt arbeiten, oder?
Normalerweise würde ich ja sagen: Okay, andere Restaurant wollen Geld verdienen - aber die Arche Nova hat schon was: sowohl für Öffi-Nutzer als auch für Autofahrer super gelegen, nicht zu laut, leckeres Essen und ein angenehmes Ambiente. Naja, schauen wir mal, wie es heute abend wird.

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Comments

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  1. Princess says:

    ...und wie liefs gestern Abend? Hast das nochmal angesprochen und gesagt, daß Du am liebsten umdisponiert hättest? Wär mir jedenfalls so gegangen.

  2. Martina Diel says:

    Och, das Essen war lecker, der Service relativ transusig, aber daran bin ich schon gewöhnt. Der Wirt, der mich da angerufen hatte, war auch nicht zugegen, und die Bedienungen mochte ich nicht auf was ansprechen, was sie nicht verbockt haben. Ich überleg es mir aber für das nächste Mal, ob wir da wieder hingehen. Ist allerdings gar nicht so einfach, etwas zu finden, das sich so gut erreichen lässt und nicht zu laut ist.

  3. Nik says:

    Ich kann beide Seiten verstehen:

    Sollte der Gastronom in der Zeit der Weihnachtsfeiern den Tisch an Gesellschaften verkaufen können, die ganze Menüs bestellen, dann...

    Andererseits bringen Gruppen mit regelmäßigen Treffen auch dann Geld in die Kasse, wenn in der Gastrononie 'saure Gurkenzeit' ist.

    Sich (bloggende) Stammkunden zu vergraulen ist jedenfalls wenig schlau und hat schon zu manch Überraschung bei der Reihenfolge der Ergebnisse in Suchmaschinen geführt :-)

  4. Martina Diel says:

    > Sollte der Gastronom in der Zeit der
    > Weihnachtsfeiern den Tisch an
    > Gesellschaften verkaufen können, die
    > ganze Menüs bestellen, dann...

    ...sollte er doch einfach sagen "Sorry, alles schon ausgebucht" oder "Tut mir leid, wir machen in der Weihnachtszeit keine Reservierungen unter 10 Personen". Oder whatever. Aber so diese Haltung "okay, ich will mal nicht so sein -Sie kriegen einen Tisch, aber nur, wenn Sie mir versprechen, dass Sie ganz viel konsumieren", die finde ich doch irgendwie dämlich.

  5. Nik says:

    Die Anzahl der Personen ist nicht unbedingt ein Kriterium für die Höhe des zu erwartenden Umsates. 6 Kegelschwestern, die sich durch die Karte futtern, können mehr Umsatz bringen als 12 andere Gäste, die nur 'ne Kleinigkeit essen und sonst nur Getränke bestellen.

    Wobei der Deckungsbeitrag bei Getränken höher ist als der von Speisen.

    Wie man's dreht und wendet, der Wirt hat sich ungeschickt ausgedrückt.

    Ich kenne das aber von anderen Gastronomen, da waren Gruppen (Computerstammtisch) auch nur dann gerne gesehen, wenn alle Gäste auch Speisen bestellten, was dann dazu führte, daß die Lokalität gewechselt wurde.

    Wie heißt es so schön: Behandle auch Deine kleinen Kunden gut, sie können mal große Kunden werden :-)


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