Durchschlagend...

Unter der URL Gewaltstudie findet ihr einen Fragebogen - zu einer konkreten Situation, in der Gewalt eine Rolle spielt, werden ein paar Dutzend Fragen gestellt, anschliessend gebt ihr noch ein paar demographische Daten an. Das Ganze ist deshalb so spannend, weil die geschilderten Konstellationen wechseln, mal ist ein Mann, mal eine Frau das Opfer oder der Täter.
Ich bin sehr gespannt, was für Ergebnisse die Studie zeigen wird, ob Gewalt an Männern heutzutage noch immer eher als normal und vielleicht sogar lustig (wenn es eine Frau ist, die ihn schlägt) empfunden wird, und ob Gewalt gegen Frauen weiterhin als besonders verdammenswert gesehen wird. Ihr könnt die Datenbasis verbreitern helfen, indem Ihr mitmacht.
Ein paar mehr Infos dazu gibt es auf der Presse-Seite der Uni Heidelberg

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  1. Marc 'Zugschlus' Haber says:

    Ich sehe diese Studie mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Und einem sich um die vertikale Achse schüttelnden Kopf. Bei mir war das so, dass ein klassischer sexueller Übergriff abends im Dunkeln beschrieben wurde, wie er sicher tausendfach von Männern gegen Frauen verübt wird. Nur, in dieser Beschreibung waren die Geschlechter vertauscht.

    Das machte die Formulierungen sowas von abwegig, dass es mir echt schwer fiel, daran zu denken, dass hier ein Mann das Opfer war. Dementsprechend nichtssagend sind meine Antworten ausgefallen.

    Ich will damit nicht sagen, dass es keine sexuellen Übergriffe von Frauen gegenüber Männern gibt, aber so wie in der Studie beschrieben gehen Frauen meiner Meinung nach eher nicht vor. Das kommt dann doch "etwas" subtiler.

  2. Martina Diel says:

    > Ich sehe diese Studie mit einem
    > lachenden und einem weinenden Auge. Und
    > einem sich um die vertikale Achse
    > schüttelnden Kopf.

    Das klingt nach einem ernsten orthopädischen Problem ;-)

    > Bei mir war das so, dass ein klassischer
    > sexueller Übergriff abends im Dunkeln
    > beschrieben wurde, wie er sicher
    > tausendfach von Männern gegen Frauen
    > verübt wird. Nur, in dieser Beschreibung
    > waren die Geschlechter vertauscht.

    Hm, es ist die Frage, ob der klassische Übergriff wirklich klassisch ist, oder ob wir das nur vermuten. Soweit ich weiß, geschehen sexuelle Übergriffe eher selten nach dem Muster "Durchgeknallter Unbekannter lauerte einsamer Frau auf dem abendlichen Heimweg auf und zerrt sie ins Gebüsch". Verbreiteter ist wohl, dass Opfer und Täter sich kennen - evtl. wäre es daher für alle denkbaren Geschlechterkonstellationen sinnvoll gewesen, ein solches Beispiel hineinzunehmen.

    > Das machte die Formulierungen sowas von
    > abwegig, dass es mir echt schwer fiel,
    > daran zu denken, dass hier ein Mann das
    > Opfer war. Dementsprechend nichtssagend
    > sind meine Antworten ausgefallen.

    Ja, das ist schade und nimmt dem Test einiges.

    > Ich will damit nicht sagen, dass es
    > keine sexuellen Übergriffe von Frauen
    > gegenüber Männern gibt, aber so wie in
    > der Studie beschrieben gehen Frauen
    > meiner Meinung nach eher nicht vor. Das
    > kommt dann doch "etwas" subtiler.

    Vermutlich, ja.


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