Heiße Luft



Zum runden Geburtstag letztes Jahr hab ich einen Gutschein von Martin geschenkt bekommen. Aber nicht für ein Buch, oder ein Abendessen oder sowas, nein nein - für die Fahrt mit einem Heißluftballon.



Und seitdem hatten wir auch versucht, einen Termin zu finden, an dem wir beide Zeit haben, an dem unser Veranstalter Calovini Ballonfahrten zwei Plätze frei hat und an dem -und das ist bei weitem das Schwierigste - auch das Wetter genau in den Zeiten passt, an denen man überhaupt die Fahrten machen kann: am ganz frühen Morgen und am Spätnachmittag bis frühen Abend. Erst wenige Stunden vorher lässt sich mit ausreichender Sicherheit sagen, ob die Fahrt stattfinden kann, denn wenn der Wind nicht aus der richtigen Richtung weht oder zu stark ist, geht gar nichts - der Ballon lässt sich nur in der Höhe steuern, nicht in der Richtung.

Wie auch immer: am Sonntag wars dann endlich soweit und hier sind ein paar Fotos:

Kein Familien-Zelt, sondern ein verpackter Heißluftballon:





Innen haben fünf Passagiere und der Pilot gerade so Platz - denn die Propanglasflaschen brauchen auch einigen Raum.



Vorbereitungen...



Mit Brenner und Gebläse wird der Ballon mit heißer Luft gefüllt, bis er sich aufrichtet.









Drei Passagiere fehlen noch, dann kann es losgehen:







Uns wurde geraten, eine Kopfbedeckung mitzubringen - spätestens bei diesem Anblick wird auch klar warum: der Brenner entwickelt einige Wärme, die auch nach unten abstrahlt. Wir sind nicht versengt worden, aber ab und zu fühlte es sich fast so an.







Die Autobahn von oben erinnerte an Matchbox-Autos...



Wehe dem in den rheinhessischen Dörfern, die wir überflogen haben, der geglaubt hätte, er könnte sich mal auf seinem Hinterhof oder im Gärtchen unbeobachtet gemütlich machen oder gar Sachen machen, die keiner sehen soll... nee, uns entging nichts ;-) (Allerdings war auch nicht wirklich was Spektakuläres zu sehen)



Der Beweis, dass ich auch wirklich dabei war:



Softe Landung, gute Stimmung:



"So, Kinder, jetzt habt ihr schön gespielt, jetzt räumt ihr euren Kram auch wieder weg"







Zum Schluss gab es noch eine Ballonfahrer-Taufe,, die leider nichts mit Sekt zu tun hatte, wie ich insgeheim gehofft hatte. Wir waren nämlich mit der Fahrt zum Treffpunkt nach Harxheim, der gemeinsamen Fahrt zum Startplatz, den Vorbereitungen, der Fahrt und der Nachbereitung und der Rückfahrt nach Frankfurt von 17:30 Uhr bis 23 Uhr unterwegs. Da wäre etwas zum Durstlöschen ganz gut gekommen.

Sonst hat es aber wirklich sehr viel Spass gemacht - eine sehr stimmungsvolle Art, sich fortzubewegen und eine ganz neue Perspektive auf die Landschaft. Geeignet auch für Leute mit Höhenangst - natürlich sind mehrere hundert Meter über dem Boden eine Menge, aber es stellt sich kein Schwindelgefühl ein.

Und nochmal danke an Martin für die super-tolle Geschenkidee!

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Comments

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  1. dyfa says:

    Schildkröten können also DOCH fliegen äh fahren, na du weisst schon. ;-)

  2. Christian M aus Bo says:

    Uiuiui - mir wird schon ein bißchen schwindelig beim Betrachten der Bilder (*schluck*).
    Für den, der es genießen kann, sind das aber sicher traumhafte Aussichten.
    Ich würde so etwas auch gerne genießen können ... mir fehlt nur etwas der Glaube, dass es auch für Leute mit Höhenangst geeignet ist ... käme aber vielleicht auf einen Versuch an (wenn man mal oben ist, ist ohnehin zu spät ;-) )

    Jedenfalls: Super-Geschenkidee

  3. Martina Diel says:

    ALso es ist definitiv anders als z.b. auf einem hohen Gebäude zu stehen - der Pilot erklärte das damit, dass man im Ballon keinen Kontakt zum Boden hat. Das würde den Unterschied machen. Und ich kann bestätigen, dass es mir nullkommagarnicht schwindelig wurde - Martin übrigens auch nicht, und der hat vorher ähnlich geklungen wie du ;-)


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