think positive

Einer der Gründe, warum ich mit diesem Blog damals angefangen habe, war mein Wunsch, dem in der Blogosphäre allgegenwärtigen und unoriginellen Ranten einen Blick auf die Bright Side of Life entgegenzusetzen. Irgendwie ist nicht so richtig was draus geworden - nicht weil es nichts gäbe, was wirklich erfreulich wäre in meinem Leben, sondern eher, weil diese Erlebnisse häufig deutlich mehr von meinem Privatleben preisgeben, als ich in aller Öffentlichkeit nachlesbar haben will.
Wie dem auch sei - gestern war ein Tag, dem man so oder so sehen kann....

Am Donnerstag morgen habe ich mein Auto auf dem Weg in mein derzeitiges Projekt in einer Tiefgarage geparkt und abends dort stehenlassen, weil ich mich abends mit den Webgrrls im Marcou getroffen hatte - kein Ort, wo man intelligenterweise mit dem Auto hinfährt. Zurück bin ich dann mit meiner Nachbarin Dorothee und ihrer Monatskarte ebenfalls mit der S-Bahn gefahren, und Martin brachte mich dann am Freitagmorgen zur Arbeit. To cut it short: Von Donnerstag morgen bis Freitag, 16:30 Uhr stand das rosarote Spielmobil in der Tiefgarage.

Und jetzt fängt das mit dem positiven Denken an:
  • Gut, dass ich schon geahnt habe, was mich erwarten könnte, als ich das schwache Glimmen der Innenraumbeleuchtung gesehen habe

  • Besser, dass ich dann mein Handy nicht nur dabei hatte, sondern es auch aufgeladen war

  • Noch besser, dass ich die Nummer des ACE auf der Windschutzscheibe kleben hatte und meine Mitgliedskarte in meinem Portemonnaie

  • Am besten, dass ich dann auch gleich jemanden erreicht habe und ihr die Situation schildern konnte, nebst genauer Adresse, Info über die Höhe der Parkhauseinfahrt (2 Meter), der Nummer des Stellplatzes (272) und der Bitte an den Fahrer, sich doch an der Rezeption zu melden.

  • Geradezu genial, dass ich noch eine ungelesene FR dabei hatte, die mir die halbe Stunde Wartezeit halbwegs angenehm verkürzte

  • Prima, dass der Pannendienst dann auch irgendwann kam, auch wenn er dann nichts anderes tat, als zehn Meter vor der geschlossenen Parkhausschranke und eine Etage höher auf bessere Zeiten zu warten

  • Klasse, dass ich zwar nicht den Fahrer selber, aber seinen Kollegen im Innendienst erreichen konnte, um ihn zu überreden, Stille Post zu spielen

  • Toll, dass der seinem Kollegen ausgerichtet hat, er möge doch runter an die Schranke fahren, weil ihm dann sicher auch jemand aufmachen würde

  • Heldenhaft, dass ich die Leute vom Wachdienst dann doch noch überreden konnte, das Tor auch wirklich aufzumachen

  • Hilfreich, dass der FAhrer dann im Parkhaus herumgekreuzt ist, statt umgehend wieder abzuhauen, als er mich nicht sofort entdeckt hat

  • Prima, dass mein Knie es mitgemacht hat, dass ich ungefähr dreimal (gefühlte dreißigmal) von der Rezeption zur Tiefgarageneinfahrt zurück zur Rezeption zu den Fahrstühlen in die Tiefgerage hinunter gelaufen bin, auf der Suche nach dem Fahrer, der immer gerade da war, wo ich nicht war - und niemals auf Platz 272, wo das kranke Auto stand

Ich kürze es mal ab:

Wie vermutet war einfach nur die Batterie leer - das ließ sich schnell beheben und ich habe dann statt meiner Coaching-Sitzung mit meinem extra aus Bonn angereisten Kunden einen Teil des Abends damit verbracht, das Auto in Frankfurts Suburbia spazierenzufahren, damit sich die Batterie wieder auflädt (wie sonst wäre ich je nach Zeilsheim gekommen und hätte gar erfahren, dass es eine Straße namens Katzenstirn gibt?).
(Foto: Pixelquelle)

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Comments

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  1. Klaus says:

    Tja Martina,

    wenn Frau zwar vergesslich aber trotz allem so organisiert ist wie Du, dann klappt das auch ;-)

  2. Matthias Kryn says:

    Aha. Die Katzenstirn kreuzt also die B*e*e*e*d*r Straße. Ja, nee, is klar ...

  3. Nik says:

    Mich haben die Leute vom ACE auch mehr als einmal rausgehauen...

    Aber in solchen Situationen merkste, wie wichtig Kleinigkeiten (volles Handy usw.) sind.

    Die entscheiden, ob Du mit einem blauen Auge davonkommst oder ob's richtig Ärger gibt.


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