Unzufrieden

Irgendwie bin ich gerade unzufrieden mit mir und dem Rest der Welt.
Dauernd hab ich irgendwelche Zipperlein: Kopfweh, verspannter Nacken, die Schulter tut weh und dann doch wieder der Ellenbogen und weitere nervige KLeinigkeiten.
Dann hab ich heute habe ich die Zutrittskarte für die Bank vergessen, und - als ob das nicht schon genug wäre - auch noch gleich das Handy.
Ich wollte heute um 9 Uhr los - gechafft habe ich es dann um 9:25. Ob ich wohl noch mal irgendwann vor 10 im Projekt bin, wenn ich mit dem ÖPNV fahre? Vielleicht, wenn ich es mal schaffe, vor halb zwei nachts schlafen zu gehen.
. Und das ist überhaupt das nächste Stichwort: Öffentliche Verkehrsmittel. Es nervt gewaltig, jetzt[1] (gefühlt) die doppelte Zeit für jeden Weg zu brauchen. Dabei weiß ich, dass es nicht ganz so ist. Aber ich sperre mich innerlich dagegen, mich nicht mehr einfach ins Auto schwingen zu können, denn
  • es ist kalt und nass. Wenn ich dann im Mai wieder fahren darf, kommt die warme Jahreszeit....

  • mein Knie erlaubt mir nur eine bestimmte Gehstrecke pro Tag. Mal schnell sagen "och, dann lauf ich doch das letzte Stück", wenn mir der Bus vor der Nase weggefahren ist, das kann ich nicht einfach so machen. Und wenn ich es doch tue, dann bezahle ich das mit mehreren Tagen Schmerzen

  • Ich langweile mich einfach, wenn ich nicht wenigstens was lesen kann, während ich unterwegs bin, also auf den Strecken von und zu Haltestellen, die ich zu Fuß gehe. Ich dachte ja, ich hätte das Ei des Kolumbus gefunden, als ich mich an meinen MP3-Player erinnert hab, der mir schon im Fitness-Studio beim geistlosen Gerätetraining gute Dienste geleistet hat. Aber heute morgen war ich fast schon an der Station angekommen, als ich die Knöpfe endlich im Ohr und den richtigen ZEIT-Artikel ausgewählt hatte
Da wäre dann noch die Alternative, mich häufiger von Martin oder lieben Freunden und Bekannten fahren zu lassen, aber es fühlt sich noch weniger gut an, abhängig zu sein. Insofern betrachte ich das als ultima ratio.

Ich fürchte, ich werde mich einfach an die Öffis gewöhnen müssen. Ich weiß, wie entscheidend die Einstellung zu den Dingen ist - ebensogut könnte man es als positiven Effekt betrachten, denn
  • ich kriege etwas Bewegung

  • ich sehe Details von der Stadt, die mir im Auto verborgen bleiben

  • ich mache der lieben D., der ich mein Auto verliehen habe, eine Riesenfreude
Naja, ich arbeite daran. Und vermutlich wird es mir besser gehen, wenn ich mein letztes Buchkapitel fertiggestellt habe und am besten auch schon die Überarbeitung und Ergänzung der bisherigen Teile angefangen habe. Dann noch einen Schritt weiter in Bezug auf das Projekt "Elternhaus verkaufen oder vermieten" und die allerdrängendsten Themen sind auf einem guten Weg.

[1] Wer es noch nicht weiß und auch nicht (bitte per Mail) fragen will, warum ich derzeit nicht mit dem Auto fahre: Nein, keine Sorge, meinen Führerschein hab ich noch

Trackbacks

    No Trackbacks

Comments

Display comments as (Linear | Threaded)

    No comments


Add Comment


Enclosing asterisks marks text as bold (*word*), underscore are made via _word_.
Standard emoticons like :-) and ;-) are converted to images.
E-Mail addresses will not be displayed and will only be used for E-Mail notifications.

To prevent automated Bots from commentspamming, please enter the string you see in the image below in the appropriate input box. Your comment will only be submitted if the strings match. Please ensure that your browser supports and accepts cookies, or your comment cannot be verified correctly.
CAPTCHA 1CAPTCHA 2CAPTCHA 3CAPTCHA 4CAPTCHA 5