Kleidersammlung kreativ


Heute beim Weg zum Coaching-Termin war ich ganz verblüfft, vor unserer Haustür einen Wäschekorb vorzufinden. Ich wollte mich schon über das grassierende wilde Sperrmüllablagern mokieren, da fiel mir der eingeklebte Aufkleber einer Altkleidersammlung namens "Bolivianisches Kinderhilfswerk" oder so ähnlich auf. Drauf stand die Bitte, doch bis morgen früh um 8:00 Uhr diesen Korb mit allem zu füllen, was man an Textilien loswerden will. Ein schneller Blick die Straße rauf und runter zeigte, dass die ganze Nachbarschaft mit solchen Teilen versorgt worden war.
Eigentlich eine ziemlich geniale Idee: es weckt Aufmerksamkeit und es macht das Entsorgen wirklich leicht.
Interessant auch ein Detail: von jedem Korb war ein Griff abgesägt ;-) Es hätte wohl sonst zu viele Leute gegeben, die ihn dankend angenommen hätten, aber in den eigenen Haushalt eingegliedert, statt ihn gefüllt wieder rauszustellen.

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Comments

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  1. Gabi says:

    Ich bin immer sehr skeptisch bei solchen Aktionen. Hier kommen so einige Vereine rum, die Klamotten sammeln, mit überaus kreativen Namen wie "Verein für Behinderte in Brasilien" oder "Pater Blafasel, die Mutter Theresa von Uruguay". Ich vermute stark, daß die Klamotten eingesammelt werden und dann nach Afrika verhökert, wo sie die Textilindustrie ruinieren.
    Ich finde es wesentlich schöner, wenn man noch gute getragene Kleidung an Leute weitergibt, die sie wirklich brauchen. z.B. an Frauenhäuser. Oder man kann sich mal in der Gegend erkundigen, wo man die Sachen Sozialhilfeempfängern zukommen lassen kann.

  2. Thilde says:

    Ja, ich glaube auch nicht unbedingt daran, dass da wirklich irgendwelche bolivianischen Kinder profitieren oder so. Ich hatte auch nicht vor, da was reinzutun - genial finde ich einfach nur die Idee mit den Wäschekörben. Hab ich auch noch nirgends sonst gesehen.

  3. Jens says:

    Gibt es schon seit Jahren ...

  4. Thilde says:

    Glaub ich dir gerne. Nur bis zu mir war dieses Phänomen einfach noch nicht vorgedrungen. :-)

  5. Matthias Kryn says:

    Die andere Variante ist, dass nächtens Jugendliche sich einen Spaß daraus machen, die Körbe zu zertrümmern. Und am nächsten Tag sieht die Nachbarschaft aus, als ob ein Ufo Plastiksplitter hätte abregnen lassen. -- Gesehen in Schwanheim, ca 2 Jahre her.

  6. Thilde says:

    Oha. Wie gesagt, für mich war es neu. Aber stimmt, man soll nicht unterschätzen, dass sich für fast alles auch jemand findet, der's kaputtmacht.

  7. Nik says:

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Wäschekörbe auch ohne Griffe funktionieren. Ich hab mal einen eingesackt, der wegen angebrochener Griffe entsorgt werden sollte, damals gab's noch keinen Gelben Sack. Ich hab die Griffe dann ganz abgebrochen, die Bruchstellen entgratet und seit vielen Jahren tut er, was er soll, meine Wäsche sammeln, bis ich zum Wasch-Nik werde.


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