Männer - eine rätselhafte Spezies

Keine Sorge, hier folgt jetzt kein Gejammer über die bösen Schwanzträger, so im allgemeinen hab ich gar nicht viel auszusetzen an meinen maskulinen Mitmenschen. Einiges verblüfft mich aber doch immer wieder an ihnen - zuletzt die Tatsache, dass es unter ihnen Individuen gibt, die jemanden jahrelang kennen und täglich sehen und dennoch nicht seine Augenfarbe kennen. Für mich ist das so, als ob mir jemand erklärte, er wisse nicht, ob sein Arbeitskollege, der ihm seit 2 Jahren gegenüber sitzt, nun eine Glatze hat oder einen hüftlangen karottenroten Pferdeschwanz wie einer von der Kelly-Family.
Wie geht das meinen männlichen Lesern? Könnt ihr das nachvollziehen? Oder kennt ihr das sogar von euch? Los, erzählt! ;-)

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Comments

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  1. Marc 'Zugschlus' Haber says:

    Im Gegensatz zu dem, was vielen Männern nachgesagt wird, gucke ich nicht auf Details, sondern auf den Gesamteindruck, den ein Mensch mir macht.

    Und ich könnte Dir aus dem Hut weder Deine, noch die Augenfarbe meiner Verlobten sagen.

  2. trillian says:

    Zwar habe ich XX-Chromosomen. Aber trotzdem achte ich seltenst auf Augenfarben. Ich habe sowieso ein sehr schlechtes Namens-Gesichter-Gedächtnis. Sowas kann sich mein Schatz viel viel besser merken. (der hat übrigens blaue Augen). Aber dafür kann ich mir Wege besser merken. ausgleichende Gerechtigkeit.
    Die Augenfarben meiner Kollegen weiß ich zum Beispiel garnicht - obwohl ich seit über 3,5 Jahren sie werktäglich sehe.

  3. Thilde says:

    > Zwar habe ich XX-Chromosomen. Aber trotzdem
    > achte ich seltenst auf Augenfarben.

    Ich achte auch nicht drauf - ich sehe es einfach.

    > Ich habe sowieso ein sehr schlechtes Namens-
    > Gesichter-Gedächtnis. Sowas kann sich mein
    > Schatz viel viel besser merken. (der hat
    > übrigens blaue Augen).

    Immerhin weißt du das :-)

    > Aber dafür kann ich mir Wege besser merken.
    > ausgleichende Gerechtigkeit.
    > Die Augenfarben meiner Kollegen weiß ich zum
    > Beispiel garnicht - obwohl ich seit über 3,5
    > Jahren sie werktäglich sehe.

    Faszinierend. Hatte ich wirklich bisher nur bei Männern gehört.

    Aber du weißt ja, dass ich eh wenig von geschlechtsspezifischen Pauschalaussagen halte...

  4. Azundris says:

    "Kommt drauf an."

    Wenn die Frage ist, weiß ich ob jemand farbige Augen hat, dann ist die Antwort in der Regel "Ja, das weiß ich." Es gibt ja überhaupt nur braun als Augenfarbe, der Rest ist ja irgendwelcher blässlicher Mist, hellgrau mit hellblau (was ja eh fast das selbe ist), hellgrau mit hellgrün, hellgrau mit hellgrün und hellblau, hellgrau mit hellgrün und hellbraun usw. Wenn sich jemand erdreistet, mit einem derart ausgewaschenen, langweiligen Mist als Augenfarbe anzukommen, werde ich mich bestimmt nicht in den bodyspace dieser Person lehnen, nur um blöde grinsend die Farbtupfen auszuzählen und dann willkürlich irgendein Farbadjektiv draufzukleben für das mich jede/r auslachen würde, ginge es nicht um Augen.

    Shorter me, "Wenn ich die Augenfarbe von jemandem weiß ist sie entweder braun, oder ich habe schon mit der Person geschlafen."

  5. Azundris says:

    Dass ich hier nichts als die Wahrheit spreche :-) erkennt man schon daran, daß wenn es tatsächlich mal eine Ausnahme von dieser Regel gibt, das gleich titelseitenpflichtig ist:
    http://ngm.nationalgeographic.com/2002/04/afghan-girl/index-text
    http://www.cosmomovieawards.com/actors/images/elizabethtaylor.jpg

  6. Azundris says:

    Ich nehme an der dümmliche Titel ist in diesem Kontext eine Jane Elliott-Anspielung?

  7. Thilde says:

    Ey! :-\

    Und nein, ist es nicht.

  8. Azundris says:

    Schade, das hätte so schön gepasst; deren Experiment in dem um etwas völlig nachgeordnetes (Augenfarbe, wäre also passend gewesen) tierischer Bohei gemacht und Status abgeleitet wird, bis sich schließlich die Prophezeiung selbst erfüllt hätte so schön auf die satirische Überhöhung gepasst, aus Männern gleich eine eigene Spezies zu machen. :-)

  9. Thilde says:

    "Satirische Überhöhung" - schon besser. ;-)

    Nein, ich hatte gar nichts weiter im Sinn, außer mein Erstaunen zu formulieren darüber, wie unterschiedlich Wahrnehmung sein kann.

  10. Anonymus Eye-Watcher says:

    Arbeitskollegen haben Augen. Und damit können Sie gucken. Das muss reichen. Ich will ja schließlich nicht mit ihnen flirten ...

    Ich kenne die Augenfarbe meiner Eltern, meiner Frau, meiner Töchter -- und, schau an, jetzt, wo ich mich erinnere, doch auch die Augenfarbe der Freundinnen aus der Vor-Ehe-Zeit. Hmja.

  11. Thilde says:

    Finde ich ja lustig, dass du "Augenfarbe bemerken" mit "Flirten" in Verbindung bringst.
    Tust du das auch mit "Erkennen ob Glatze oder nicht"?

  12. Dirk Deimeke says:

    Ich könnte Dir auch nicht die Augenfarbe meines Gegenübers benennen. Ist das wichtig, um mit einem Menschen zusammenarbeiten zu können?

    http://www.deimeke.net/dirk/blog/index.php?/archives/1303-Der-erste-Eindruck-....html

  13. thilde says:

    Natürlich nicht, ich find's einfach nur erstaunlich, wie man so etwas nicht wahrnehmen kann.

  14. Dirk Deimeke says:

    Ich finde das umgekehrte auch erstaunlich ...

  15. Azundris says:

    Zum Thema "ausgewaschener Mist":

    http://img.photobucket.com/albums/v642/shakespeares_sister/cats/Tilsy3.jpg

    Das sind blaue Augen.


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