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Heute im Spiegel:

In der Phase, in der die Jugendlichen an unsere Schule kommen, werden sie zunächst vom Schulverwaltungsamt nach Geschlecht getrennt untergebracht. Jungs werden zu Berufskollegs mit technischen Fächern geschickt, Mädchen sollen soziale und ernährungswirtschaftliche Angebote wahrnehmen.


Muss man sich da noch wundern über
  • die vielen Mädels, die einen von einem halben Dutzend "Frauenberufen" ergreifen, und
  • die dann, wenn sie schwanger werden, weil sie ja eh zu wenig verdienen, als dass eine Familie davon leben könnte, in Elternzeit gehen und
  • die dann halbtags arbeiten, wenn die Kinder größer sind und
  • die dann für ihre Töchter ein Rollenmodell sind dafür, wieder
  • "Frauenberufe" zu ergreifen, von denen niemand leben kann,
  • und die dann, wenn sie schwanger werden....

And so an, ad nauseam.
Ich fürchte, das ist die Realität, tausendfach, jenseits der schönen Bemühungen wie Girls' Day, auch 30 Jahre nach der zweiten Frauenbewegung.



Trackbacks

  1. Traditionell aus Tradition

    Die Thildkröte entdeckt Spiegel-Artikel und schreibt darüber. und Es spricht nicht eben für die Flexibilität der Schulbehörden, die nach dem bewährten Motto "Das haben wir schon immer so gemacht!" die Jungs in die Technikfächer und die Mädchen

Comments

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  1. Princess says:

    ...als ich das gelesen habe, habe ich mich auch gefragt ob der da irgendwer den Schuß nich gehört hat. Aber bei dieser nachträglichen "Schulaufbewahrung" von Schulabgängern ohne Ausbildungsplatz scheint ja noch einiges andere im Argen zu liegen. Btw.: ist man nicht nur bis 16 schulpflichtig? Im Artikel stand 18.

  2. Laura says:

    Das Konzept des Girl's Day ist doch (zumindest hier) genau das gleiche.... nur umgekehrt: Mädchen werden, egal ob sie wollen, interessiert sind oder irgendwelche Vorlieben haben, einen "typischen Männerberuf" anschauen. Und unwillige Teenies für irgendetwas zu begeistern, das sowieso "langweilig, doof und ätzend" ist?
    Beim letzten Mal bin ich einer begegnet, die gerne in eine Schreinerei gegangen wäre, aber sich dann den Fachbereich Physik an der Uni anschauen musste.

    @Princess: die Schulpflicht ist Ländersache, gilt aber teilweise bis zum 18. Lebensjahr, teilweise auch darüber hinaus (wenn man z.B. in NRW eine Ausbildung vor dem 18. Lebensjahr beginnt, gilt die Schulpflicht bis zum Abschluss der Ausbildung).

  3. Thilde says:

    > Das Konzept des Girl's Day ist doch
    > zumindest hier) genau das gleiche....
    > nur umgekehrt: Mädchen werden, egal ob
    > sie wollen, interessiert sind oder
    > irgendwelche Vorlieben haben,
    > einen "typischen Männerberuf" anschauen.

    Naja, anschauen schadet nichts und ist immer noch was anderes als in eine Schule gesteckt zu werden.

    > Und unwillige Teenies für irgendetwas zu
    > begeistern, das sowieso "langweilig,
    > doof und ätzend" ist?

    > Beim letzten Mal bin ich einer begegnet,
    > die gerne in eine Schreinerei gegangen
    > wäre, aber sich dann den Fachbereich
    > Physik an der Uni anschauen musste.

    Naja, sind doch beides "Männergebiete" oder?
    Ich weiß nicht genug über den Girls' Day um beurteilen zu können, wie es da mit der Auswahl der Unternehmen steht, die man sich anschaut. Wie auch immer er sein mag: im Vergleich dazu, wie offenbar immer noch geschlechtspezifisch gefiltert wird, ist er ein Tropfen auf den heißen Stein.


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