Und was seither passiert ist...

Statt jetzt auf die götllichen Eingebungen oder die kosmische Inspiration zu warten, ein paar Ausschnitte aus dem, was mich und uns gerade beschäftigt.

Heute mittag war ich bei der "kleinen Anna", einem Cafe, Restaurant, Bistro, wie auch immer man es nennen will, speziell für das schnelle Mittagessen hier im Bahnhofsviertel. Ich bin begeistert! Die Auswahl an Basisprodukten ist so niedrig, dass man niemals in die Qual der Wahl verfällt. Konfigurationsmöglichkeiten gibt es dafür umso mehr. Oder weniger technisch ausgedrückt: Es gibt dort nur Brote und Salat, wobei man erstere mit diversen Kombinationen aus Aufstrichen und Belägen haben kann. Das Ganze wird gegrillt und an den Tisch gebracht, dazu noch einen leckeren Kaffee und die Welt ist in Ordnung :-) Irgendwie hab ich mich dort ein bisschen gefühlt wie am Prenzlauer Berg oder in Nordkalifornien - nur dass hier noch ein bisschen sympathische Schäbigkeit vom Bahnhofsumfeld reinspielt. Besuchsempfehlung!

Und sonst so:

Wir suchen weiter niedrigschwellig nach einer Wohnung. Zwischendurch hätte es fast mal geklappt mit einer wunderbaren 4ZKBB in der Hamburger Allee - aber wir waren dann doch nur zweiter. :-\

In dem Zusammenhang hab ich dann auch noch mal die Rechtslage bezüglich der alten Wohnung überprüft und musste leider feststellen: trotz Mietrechtsreformen in 2001 und 2005 deutet vieles darauf hin, dass wir genau einen Kündigungstermin pro Jahr haben, und der liegt 11 Monate in der Zukunft :-( So werden wir entweder noch etwas Geduld haben müssen oder aber schauen, dass wir irgendein Gentlemen's Agreement mit der Vermieterin treffen.

Noch was nicht so Erfreuliches: mein rosarotes Spielmobil wurde angefahren, als es still und friedlich und ganz legal am Straßenrand parkte. Nicht dass viel passiert wäre, aber immerhin ist der linke Außenspiegel kaputt und ein Blinker, sodass ich mich damit nicht im Straßenverkehr erwischen lassen sollte. Gemäss Gutachten steht mir aufgrund der horrenden Reparaturkosten, dem geringen Restwert und einigen anderen Faktoren eine Stange Geld zu. Nur: es kommt nicht rum, seit fast einem Monat nicht, obwohl ganz klar ist, dass ich keine Schuld trage. Ein Anwalt ist an der Sache dran, mal schauen, wie es da weitergeht.

Gleichzeitig zieht sich die Reparatur in die Länge - ein Lancia Baujahr 1996 ist nun nicht gerade das Gefährt, für das man auf einem Schrottplatz locker mal Teile findet. Und auch über Händler gestaltet sich die Beschaffung zähfließend. Angeblich ist die Sendung am letzten Samstag rausgegangen - drückt mir mal die Daumen, dass das stimmt und bitte bitte nicht dieses Mal die Post was verschlampt.

Ansonsten hab ich kräftig zu tun - danke genialem SEO durch M. melden sich fast täglich neue Interessenten, die mich über Google gefunden haben. Ich schaffe es kaum, die Terminvereinbarungen, Angebote, Erstgespräche, Vor- und Nachbereitungen und natürlich die Coachings selbst einigermaßen zeitnah abzuwickeln. Deswegen hatte ich ja letzten Herbst schon den Entschluss gefasst, dass Hilfe her muss - leider hatte ich zweimal Pech und grüble jetzt, wie ich ein drittes Mal vermeide.

Außerdem bedeutet die Suche ja auch wieder Arbeit - ich fühle mich wirklich an den vielzitierten Holzfäller erinnert, der sich beklagt, dass seine Arbeit so mühselig ist und den Ratschlag, dass er seine Axt doch mal schärfen soll, ablehnt mit dem Hinweis darauf, dass er ja keine Zeit habe, er müsse so viel arbeiten. :-(

Demnächst stehen auch noch ein paar Vorträge ins Haus, einen hab ich schon angekündigt, der andere wird im Juni in Köln bei den Webgrrls stattfinden.

Das Buch verkauft sich auch ganz manierlich. Meine Rückfrage beim Verlag hat ergeben, dass meine sensationellen Verkaufsränge Anfang des Jahres nicht auf einen Rechenfehler im Amazon-Ranking-Algorithmus zurückzuführen sind, sondern tatsächlich in den ersten 3 Monaten des Jahres schon etwa die Hälfte der zweiten Auflage über den Ladentisch gegangen ist. Hab ich schon geschrieben, dass ich neulich schon mal in der Straßenbahn erkannt worden bin? Echt! ;-)

Bei den Webgrrls hab ich mich zur Wahl der Regio-Leitung aufstellen lassen - und schwupps, bin ich es auch noch geworden. Jetzt überlegen meine Amtskollegin und ich, was wir denn in die Regierungserklärung schreiben: Marschieren wir irgendwo ein? Gibt es ein Frankfurter Manifest? Oder machen wir einfach nur eine gigantische Party? (Koalitionen müssen wir zum Glück keine eingehen).

So viel erstmal von hier für heute.

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