Gemischtwaren

Und hier wieder wie versprochen ein paar bunt gemischte Fundstücke, meist aus dem Netz:
Auf initiative von Oliver Gassner hin entstanden die Geekchicks, eine Initiative, bei der es darum geht, mittels Trackbacks die Blogs von Frauen sichtbarer zu machen. Wer mag, kann sich dort eintragen, und der Chickbot reagiert automagisch auf neue Artikel und setzt ein Trackback.
Nun kann man sich fragen, warum es ein Mann sein musste, der so etwas anstösst, aber einerseits ist Oliver schon seit Jahren extrem produktiv im Netz, und ihm bei etwas zuvorzukommen..., nun, dazu muss man früh aufstehen ;-) Zum anderen sag ich mir: Wenn ich es gutfinde, ist es egal, wer es initiiert hat.
Beeindruckt hat mich ein Interview mit Malcolm Gladwell, über den ich bisher einiges gelesen habe, von ihm aber noch nichts - da liegt einiges auf dem virtuellen SUB*). Hier nun aber das Zitat, was eigentlich auf jeder Hauswand stehen sollte, wenn es nicht so lang wäre und ich Begabung zum Graffiti-Künstler hätte:
Nicht Energie, sondern Vertrauen ist der Schlüssel – und die Zuversicht, dass etwas Gutes aus dem Versuch entstehen wird, und sei es nur Erfahrung. [..] [Sein Schulfreund Terry] hingegen hatte absolutes Vertrauen in seine intellektuellen Fähigkeiten. Wenn du etwas lernen willst, mach es einfach, such dir passende Lektüre, befrag Leute, die es wissen, geh ungewöhnliche Wege. [..] Er hat mich gerettet, indem er mir eine völlig neue Sicht auf die Welt eröffnet hat. Ich lernte, dass es sich lohnen kann, Risiken einzugehen. Dass auch Scheitern in Ordnung ist. Dass aus anfänglichen Nachteilen Vorteile entstehen können.

Noch was Interessantes: Wer mit der Frühjahrsentrümpelung des Kleiderschranks spät dran ist und auch einen Anstoss braucht, die ungeliebt Klamotte nun endlich wirklich zu verabschieden, kann ja mal bei "Platz schaffen mit Herz" gucken.
Und wenn wir gerade beim Gutsein sind: Ich bin sicher weit entfernt davon, auch nur Bruchteile von dem zu tun, was bei Utopia angeregt wird. Trotzdem bin ich beeindruckt von der Fülle an ganz praktischen und niedrigschwelligen Informationen, die regelmäßig in deren Newsletter zu finden sind. Wirklich eine Fundgrube, wenn man sich für Möglichkeiten interessiert, Dinge anders zu machen.
Hochinteressant finde ich auch den Artikel des RWI Essen, der einen frappierenden Trend zeigt: wenn Frauen zum Hauptverdiener werden, steigt gleichzeitig ihr Anteil an der Hausarbeit. Warum um alles in der WElt ist das so? Der Artikel bietet Erklärungsansätze und ich frage mich: Wollen diese Frauen sich bei ihren Männern für die "Schmach" entschuldigen, die sie ihnen antun, wenn sie sie zum "Zuverdiener" "degradieren"? Was meint ihr?
Zum Schluss noch ein Tipp (nicht nur) für die Frankfurter:
Aktuell und noch bis in den September läuft im Senckenberg-Museum die Ausstellung "7 Milliarden Andere", für die Interviews mit verschiedensten Menschen aus allen Erdteilen zu den zentralen Themen das Lebens geführt wurden. Eine Kostprobe dazu - ich war sofort fasziniert.

*) Stapel ungelesener Bücher

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