Freitag, der 13.

Entschärfen wir inhärente Gefahren durch Beschwören guter Geister und beantworten wir die freitäglichen Fünf, wie YellowLed es vormacht:

1. Schneiden wir mal ein heikles Thema an. Wie vertreibst Du Dir die Zeit auf dem Thron? Gibt’s Toilettenliteratur, die Tageszeitung, Musik?

Keine Musik, behüte. Tageszeitung auch nicht, die lese ich am Frühstückstisch (am Wochenende) oder in der Mittagspause (unter der Woche).
Nee, ich habe spezielle Lektüre für diese Gelegenheit. Das sind zur Zeit:
  • ein IT-Fachbuch, das ein Freund geschrieben hat (ja, ich kenne wichtige Leute, was? ;-))

  • Band 1 der Welt- und Kulturgeschichte der ZEIT

  • Der aktuelle Katalog von Jokers. Mein SUB (Stapel ungelesener Bücher) ist hoch, aber trotzdem verfalle ich ab und zu dem Wahn, mir noch mal eine weitere Wagenladung dazuzukaufen.

2. Wenn Du jetzt auch dem nächstgelegenen Fenster schaust. Was stört Dich am ehesten?

Mein Blick fällt auf das gegenüberliegende Haus, das Dach, die Dachfenster. Griesheim ist ja mit Gallus, Gutleut und Bahnhofsviertel ein Stadtteil mit hohem Ausländeranteil (um 30%,glaub ich), auch wenn das hier unten in Griesheim-Süd noch anders ist als in Griesheim-Nord, dem ehemals berüchtigten Sozialen Brennpunkt.

Jedenfalls kann man im Sommer immer mal wieder gegenüber auf dem Dach junge Männer unterschiedlichster Muttersprachen und Nationen auf dem Dach rumturnen sehen, ihre Sat-Schüsseln ausrichten, oder was auch immer.
Jetzt im Winter beschränken sich die Bewohner darauf, Plastiktüten aus den Dachfenstern rauszuhängen und ... ja und zigaretterauchend rauszuschauen, (oder soll ich sagen: zu glotzen?), was denn so im gegenüberliegenden Haus, also bei mir passiert.
Und da sind wir dann auch bei dem Punkt "was mich am meisten stört": Ich habe mir blickdichte Gardinen angeschafft, seit mir klar wurde, dass die bisherigen es wohl nicht waren. Einer der jungen Männer von Gegenüber hatte es sich nämlich angewöhnt, mein Erscheinen im Arbeitszimmer, speziell morgens oder abends zum Umziehen, mit Worten und Werken zu kommentieren. Das Gleiche, wenn ich das Haus verlasse - dieses aufmerksamkeitsheischende Zischen, das ich aus mediterranen Ländern kenne. Naja, seit die neuen Gardinen da sind, hat sich das merklich gelegt.

3. Jetzt wird’s intim. Hast Du einen Fernseher im Schlafzimmer? Und warum hast Du dort (k)einen?

Nein. Ich sehe wenig fern (guter Einfluss von Martin, denn das war früher mit Nick anders), und im Schlafzimmer habe ich dann doch andere Prioritäten :-)

4. In jedem dritten Weblog kann man über Moleskines lesen. Jene neckischen Notizbücher, die es in diverstesten Formen gibt. Wie organisierst Du Dich? Machst Du schriftliche Notizen, oder reizt Du den naturgegebenen Speicher voll aus. Wie vewaltest Du Deine Telefonnummern und Kontakte?

Oh, ein weitreichendes Thema.
Ich habe auf meinem Desktop-Rechner eine OpenOfficeCalc-Liste, mit der derzeit ca. 150 Aufgaben und 150 Ideen verwalte. Telefonnummern hab ich auf dem Handy, teilweise jedenfalls, andere Kontaktdaten verstreut auf der Festplatte des Laptops. Grosses Projekt für irgendwann mal: meinen Palm V von annodunnemal unter Debian ans Rennen kriegen. Aber gut Ding will Weile haben.
Termine verwalte ich derzeit leider mehrfach:
  • In der Küche hängt so ein "Kalender für Zwei", damit Martin und ich uns einigermaßen koordiniert kriegen.

  • Für unterwegs hab ich einen A6-Kalender von Brunnen mit einer Seite pro Tag.

  • Und überm Schreibtisch zuhause hängt noch ein A4-Blatt mit einem Halbjahres-Übersichtskalender, damit ich beim Telefonieren schnell durchblicke, wann was angesagt ist.

5. Has(s)t Du Stofftiere?

Ich finde, Stofftierbekuschelung bei Menschen über 10 verstösst klar gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz - darauf reagiere ich mit einem Embargo. (Regelmässige Leser dieses Blogs wird das nicht weiter verwundern.) Ausnahme bilden Stoff-Schildkröten, sofern sie nicht mit mir in einem Bett schlafen wollen, wie z.B. die zwei Exemplare, die Frau B. mir anvertraut hat.
Früher hatte ich mal einen Bären, der Bernd hieß, und ein undefinierbares Stoffwesen, das Bessy hieß (nach einem Hund, der in den Comics meines älteren Bruders vorkam). Die liegen jetzt auf dem Dachboden im Haus meiner Mutter im Koma.

Trackbacks

  1. CostaGriesheim

    Ich hab in einigen Artikeln hier schon über den Stadtteil geschrieben, in dem ich lebe: Griesheim. Wenn man das so liest und dann noch, was man manchmal in der Presse oder auch im Netz finden kann, kriegt man vielleicht einen einseitiges Bild von dem

  2. Freitag der 13

    Als ich soeben tildes blog gelesen habe, wollte ich doch was über mein neu erworbenes Wissen zu diesem Tag sagen,....Ich bin eigenltich schon ein bissel Abergläubisch, und darum hab ich mir gedacht ich sollt mir mal Gedanken über den Freitag den 13. mache

  3. Fragestunde

    Na gut, dann beantworte ich eben auch gleich die Fragen aus thildes blog 1. Schneiden wir mal ein heikles Thema an. Wie vertreibst Du Dir die Zeit auf dem Thron? Gibt?s Toilettenliteratur, die Tageszeitung, Musik? lol Also ich hab eine Sammlung meine

Comments

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  1. YellowLed says:

    Ah, endlich der Artikel zum Trackback ;-)

  2. Martina Diel says:

    Ja, ich hatte wie gesagt eine Schaffenskrise, doch das einzige, was mir als Material für einen Artikel einfiel, war nur für Freitage geeignet. Und so hab ich mir die Möglichkeit des zeitverzögerten Veröffentlichens von S9Y zunutze gemacht und schon ein paar Tage eher den Freitagsartikel zusammengestellt.

  3. Princess says:

    Also, ich stehe zu meinen Stofftieren und die "wichtigen" wohnen inzwischen auch bei mir und nicht im Keller meiner Eltern. Nur Mut ;-)

  4. Mara says:

    Wie ich passend zum Freitag den 13 festgestllt habe, ist das ein nur von der christl. Kirche hochstilisierter "Unglückstag". Denn ....
    hmm grübel ich schreib was in meinem blog dazu :-)
    knuddl


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