Wer von euch Lesern ist so alt wie ich, dass er noch "
This is not a love song" von
Public Image Limited kennt? Sehr einprägsam, dieser Titel, finde ich. Könnte sein dass es mir mit dem Film
"Keine Lieder über Liebe" genauso gehen wird.
Nachdem ich allerorten in den
Blogs, in diversen Stadtmagazinen und der sonstigen Presse heftige
Loblieder über diesen Film gehört habe, kann ich mich nur anschliessen: wenn es eine Chance gibt, ihn zu schauen, geht unbedingt hin! Hier in Frankfurt lief er nur in der
Harmonie, sonst nirgends, könnte also u.U. kein ganz leichtes Unterfangen sein.
Aber es lohnt sich - nicht nur wegen des Soundtracks von
Hansen, sondern vor allem wegen der wirklichen virtuosen Leistungen von
Jürgen Vogel,
Heike Makatsch und
Florian Lukas.
Es gibt am Beginn jeder Mann-Weib-Begegnung einen magisch-beiläufigen Moment, wo eine Grenze überschritten wird, dieser Millimeter, den es braucht, bevor man fremde Haut spürt - ich habe selten eine Szene gesehen, die diesen Augenblick authentischer zeigt als die, wo sich am Ende der kleinen Backstage-Sauferei zwischen Tobias und der Club-Inhaberin diese einzelne und einzige gemeinsame Nacht anbahnt.
Das ist es, was ich meine, wenn ich schreibe:
"Es hat sich so ergeben". Es war nicht wie einen Film zu sehen, sondern wie wieder auf einer dieser Parties vor 10 oder 20 Jahren zu sein. Beeindruckend und ein bisschen wehmütig.