Xing Klartext: Warum der Schuss nach hinten losgehen kann, wenn man zu viel optimiert...

Monday, August 22. 2016
... erzähle ich auf Xing.

Diskutiert hier oder dort mit - würde mich freuen!


Alle reden über Fachkräftemangel....

Wednesday, February 10. 2016
Ich auch. Ich sehe allerdings die Probleme nicht so sehr darin, dass dem Unternehmen das 17köpfige Employer Branding-Team fehlt oder man sich nicht seinen Job von unterwegs herbei-tindern kann.

Aber lest selbst, was Andrea von Informatik Aktuell gefragt und was ich gesagt habe:

Unfallfreie Bewerbungsprozesse

Vom Inbound-Callcenter in den Verkauf - Update -

Monday, July 27. 2015
Update:
Ich habe seit 10. Juli nichts mehr von der Bewerberin gehört. Da ich aber nett bin, hab ich heute folgende Mail an sie verschickt:


Hallo Frau xxx,

es ist schade, dass ich nichts mehr von Ihnen gehört habe.
Haben Sie in der Zwischenzeit einen Job gefunden? Oder keine Lust, sich die Arbeit zu machen, die Dinge auszufüllen, die ich Ihnen geschickt habe?

In jedem Falle sendet das die Botschaft: Hilfsbereitschaft lohnt sich nicht, geschätzt wird nur, was etwas kostet.

Mein Angebot, einen Optimierungsvorschlag für Ihre Unterlagen zu machen, steht noch bis Ende der Woche. Konkret: wenn mir die Unterlagen bis Freitag, 20 Uhr vorliegen, schreibe ich am Wochenende etwas dazu.

Viele Grüße


Martina Diel


Ich bin gespannt, was jetzt passiert. Bzw. ob jetzt was passiert.


Kleines Update: Für die weiteren Schritte brauche ich Informationen von der Bewerberin - die sind angefordert, aber noch nicht eingetroffen. Daher: bitte noch Geduld.



Wieder einmal begegnet mir in den Weiten des Internet ein Mensch, der mit seinen Bewerbungsanschreiben hadert.
Das Ziel ist der Verkauf - Einzelhandel oder Versand - nachdem trotz passender Ausbildung bisher nur ein Job im Callcenter erreichbar war.
Was kann man tun?
Vielleicht das Anschreiben verändern?
Das war der Ausgangszustand.

Bewerbung auf das Stellenangebot Verkaufsberaterin


Sehr geehrte Frau G,

Ihrer Stellenanzeige auf der informativen, firmeneigenen Website vom 21.06.2015 ist zu entnehmen, dass Sie hohe Ansprüche an die Kundenorientierung und Fachberatung im Service stellen.


Hm. Was sie verlangen, das weiß der Leser aus dem Unternehmen selbst. So wirkt das hier nur wie ein (über-)lautes Signal: Ich habe die Anzeige gelesen! Ja!

Genau das ist auch mein Anspruch an mein Arbeitsumfeld sowie die Tätigkeiten, die ich in eben dieser Umgebung ausführe.


Da fängt der Bewerber gleich als erstes damit an, was er für einen Anspruch er an sein Umfeld hat. stirnrunzel


Zudem verfüge ich über eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung als Kauffrau im Einzelhandel.


Okay, das ist relevant. Kann man lassen.

Durch meine bisherigen beruflichen Tätigkeiten im Call-Center-Bereich habe ich während der Beantwortung von Pre-Sales-Anfragen, der Reparaturauftragserstellung im Falle eines technisches Defektes und vielen weiteren funktionalen Kundenanliegen bereits viele praktische Fähigkeiten und Kenntnisse sammeln können.


Welche beruflichen Tätigkeiten? Konkreter ist immer besser. Gleiches gilt für die "vielen praktischen Fähigkeiten und Kenntnisse".


Dabei habe ich festgestellt, dass die direkte Fachberatung und Kommunikation mit unterschiedlichen Gesprächspartnern genau das ist, was ich in Zukunft in Ihrem Cyberport Store L umsetzen möchte, um nun die Dienstleistungserfahrungen mit dem erlernten Verkaufswissen zu verbinden.


Hier passiert wieder etwas ganz Typisches: der Bewerber argumentiert mit dem, was er möchte, statt mit dem, was er dem Unternehmen durch seine Mitarbeit an Nutzen liefern kann.
Die Kommunikatin und die Dienstleistungserfahrungen, okay - aber was ist bitte "Verkaufswissen"?


Dafür bringe ich Leidenschaft für moderne Medien sowie deren Vernetzung miteinander und Fachkenntnisse im Bereich Unterhaltungselektronik (besonders Smart-TV) mit. Mit der Bearbeitung von Reklamationen der Weißen Ware bin ich ebenfalls vertraut.


Okay, das ist verwertbar - wenn auch überzeugender wäre, woher diese Leidenschaft und die Erfahrungen stammen.

Ein weiterer Grund, warum ich die richtige Wahl für Sie bin, ist meine flexible Einsetzbarkeit, stetige Einsatzbereitschaft sowie permanente Lernbereitschaft.


Für den Leser vorwegnehmen, dass man die richtige Wahl ist - hm, Selbstbewusstsein in allen Ehren, aber das klingt doch ein bisschen dick aufgetragen.
Vor allem dann, wenn mit (nur behaupteter, nicht illustrierter) Einsetzbarkeit, Einsatz- und Lernbereitschaft begründet wird. Das sind Dinge, die man voraussetzen muss, so wie die Fähigkeit, sich die eigenen Schuhe zuzuschnüren.

Zurzeit verschaffe ich mir eine Übersicht der neuesten Geräteentwicklungen und diversen Produktpaletten via regelmäßiger Internetrecherche und habe seit einiger Zeit Ihren offiziellen Newsletter abonniert.


Naja...

Ihre Profilanforderungen und die gebotenen, beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten reflektieren genau meine Überzeugung, dass Sie der passende Arbeitgeber sind.


Liest sich wie "Liebes Unternehmen, du hast Glück, dass du dich für mich als Arbeitgeber qualifiziert hast."
Auch wenn es schon heute in bestimmten Bereichen des Arbeitsmarktes einen Fachkräftemangel gibt, so gilt das nicht für Bewerber ohne einschlägige Berufserfahrung.

Daher ist mir auch ein kurzfristiger Einstieg bei Ihnen möglich, um zu beweisen, dass ich eine wertvolle Bereicherung für Ihr Team bin.


Okay.

PS: Danke, dass Sie meiner Bewerbung bis hierher Ihre Aufmerksamkeit gewidmet haben. Nun würde ich mich freuen, wenn wir uns persönlich kennenlernen könnten. Rufen Sie mich doch gleich an, unter: (49) xxx- xxxxxxx


Das klingt einerseits erfrischend angesichts der sonst üblichen Behördendeutsch-Verschwurbelungen, andererseits wie aus einem Ratgeber abgeschrieben: "Am Ende unbedingt einen Call for action setzen".
Und außerdem: ein PS kommt, wenn man schon damit arbeiten will, unter die Unterschrift.

So. Das war die Kritik - morgen folgen die Verbesserungsvorschläge.

Vorträge? Halte ich gerne...

Wednesday, April 29. 2015
... und laufen ab sofort über

Selbstdemontage eines E-Büro-Anbieters

Wednesday, March 18. 2015
Da ich aktuell Unterstützung für mein Backoffice brauche, hab ich auf den Rat einer Kollegin gehört und mal einen E-Büro-Anbieter konsultiert.
Und das ging so:

Ich frage per Kontaktformular nach Preisen für Beantwortung von Kundenanfragen per Mail, bitte um Mailantwort. (Angeben musste ich - neben meinem Anliegen - auch diverse Kontaktdaten, u.a. meine Festnetznummer)
Kurze Zeit später bekomme ich einen Anruf eines Sales-Mitarbeiters, der mich auf dem Festnetz nicht erreicht. Klar, ich hatte ja nicht ohne Grund um Antwort per Mail gebeten.
Ich bekomme kurz darauf eine Mail von ihm mit Bitte um Rückruf.
Ich rufe zurück von einem Festnetzapparat von unterwegs, wenn es denn schon unbedingt Telefon sein soll. Und erreiche den Sales-Mitarbeiter nicht.
Ich werde an die Telefonzentrale umgeleitet, die Dame dort fragt mit leieriger Stimme nochmal alle Daten ab, die ich schon ins Kontaktformular eingetragen hatte, plus meine Handynummer, die ich widerstrebend angebe. Ich bitte trotzdem um Antwort per Mail und diktiere Buchstabe für Buchstabe meine Mailadresse.
Ich werde vom Sales-Mitarbeiter zurückgerufen auf der Nummer, von der aus ich angerufen habe - nicht auf der Nummer, die ich ins Kontaktformular eingetragen habe und natürlich auch nicht auf der Handy-Nummer, die ich der Dame von der Telefonzentrale gegeben habe.
Der Rückrufer hat keine Ahnung, was ich denn eigentlich möchte, obwohl ich das natürlich - tadäää - bereits ganz am Anfang in das Kontaktformular eingetragen hatte.
Ich habe nun endlich Gelegenheit, meine Anfrage zu adressieren, die ja recht einfach ist: was kostet es, wenn das E-Büro für mich eine Kundenmail beantwortet?
Der Sales-Mitarbeiter: "Wie? Sie möchten, dass wir Mails für Sie beantworten? Nein, das machen wir nicht! Wir bieten Telefonservice. Aber Mails? Nein."
Schön, das wir das dann mal klar hatten. Ging ja wie im Handumdrehen.
Klar ist darüberhinaus, dass ich von diesem Anbieter gewiss auch keine Mails beantworten lassen werde, never ever. Wenn ich mir das schon antun muss - meinen Kunden erspare ich das ganz gewiss.

Der Chef ist Widder!

Monday, February 9. 2015
Sicherlich die meisten, die schon mal eine klassische Jobsuche hinter sich gebracht haben, dürften schon über Stellenanzeigen gestöhnt haben, die austauschbar klingen und wo über den künftigen Job stereotyp nur das Beste gesagt wird.
Davon hatte offenbar ein Personalberater aus Norddeutschland genug. Er versucht das Ganze andersrum aufzuziehen: Der Bewerber möge sich seinen Chef aussuchen - und zwar basierend auf einer Beschreibung wie dieser:




Was meint ihr, was meinen Sie dazu?

Networking - wie es nicht geht.

Monday, January 19. 2015
Immer mal wieder ist von der Generation Praktikum die Rede, dass es schwer ist für Berufseinsteiger, ihren ersten "richtigen" Job zu finden.
Das stimmt, manchmal ist es schwer. Ich sehe aber auch leider sehr viele Leute, die es sich schwer machen.
Hier jemand, der in einer großen deutschen Social Media-Plattform folgendes Stellengesuch veröffentlicht hat und wohl in ein paar Wochen oder Monaten das Fazit ziehen wird, Networking bringe nichts.



Was ist hier falsch?

Man erfährt nichts über das, was die Bewerberin mitbringt, außer ihrem Studienfach, das von vielen gewählt wird, und von dem böse Zungen behaupten, die Mehrheit belege es entweder mangels besserer Ideen oder aus purer Karrieregeilheit.
Ansonsten? Fehlanzeige.
Zwar deutet sie an, dass sie Berufserfahrungen hat - aber welche? In was für einer Rolle, in welcher Branche? Nichts.
Erwähnt werden Softskills wie Motivation - aber das sind doch reine Hygienefaktoren, also Selbstverständlichkeiten, ohne die nichts geht, die aber niemanden interessant machen.
Ansonsten wird nur noch gesagt, was sich die Bewerberin wünscht - es möge in Berlin sein. Na, wenn das nicht den Arbeitgeber motiviert, sich zu melden, dann weiß ich es aber auch nicht. (Sorry für den Sarkasmus)

Aber gut, vielleicht war ich ja zu voreilig und in dem Profil selbst findet sich etwas an harten Fakten.
Werfen wir einen Blick darauf:




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Mal reinlesen über Upload!

Wednesday, January 14. 2015

Der O'Reilly-Verlag und Upload hatten eine gute Idee: für kleines Geld gibt's einen gar nicht so kleinen Einblick in das IT-Karrierehandbuch:

UPLOAD! Sonderausgabe

Und natürlich hat Upload auch noch mehr zu bieten.

Herrchen gesucht

Friday, December 19. 2014
Viele werden sich noch an die über 30 Jahre ausgestrahlte Sendung Herrchen gesucht erinnern. Ich hatte lang nicht mehr dran gedacht, bis ich kürzlich in xing auf dieses Posting gestossen bin:

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"Als Freelancer in der IT und was man dabei beachten muss" - die Folien

Tuesday, October 15. 2013
Die Folien von meinem Vortrag gestern in München gibt's jetzt hier:


Stellengesuch - How not to

Thursday, October 3. 2013
Graphik:Digitalart/ freedigitalphotos.net



Neulich hab ich mal wieder was gelesen, was ich meiner Blogleserschaft auf gar keinen Fall vorenthalten darf: ein Stellengesuch, das geradezu exemplarisch zeigt, wie man es nicht machen soll. Und hier erstmal der Text - hoffentlich ausreichend verfremdet. (Andererseits hat es der Autor in einem Social Network Millionen Menschen zugänglich gemacht. Hm.). Okay, hier kommt er.






Liebe Leserinnen,

nach 12 Jahren Selbstständigkeit möchte ich nicht mehr selbst und ständig. Ich bin auf der Suche nach Kollegen, einer Organisation, nach Wochenende und nach Urlaub. Helfen Sie mir doch dabei!

Als Volkswirt bin ich Trainer für [drei konventionelle Trainingsthemen]. Ich bin ausgebildeter [xy]-Coach und Trainer/Ausbilder für [noch ein Modethema]. Mit [weitere Buzzwords] beschäftigte ich mich auch. Als GF hatte ich eine GmbH zertifiziert nach [Buzwword] und war hier auch erfolgreich tätig.
In zwei Wochen lege ich bei der IHK meine Prüfung zum Personalfachkaufmann ab. Am liebsten wäre ich in der Personalentwicklung, Ausbildung, [noch ein Buzzword] tätig.

Ich liebe meinen Beruf und würde diesen gerne in einem Unternehmen ausüben. Passe ich in Ihr Team? Dann freue ich mich über ein Mail von Ihnen.

Herzliche Grüße
x y


Und jetzt im einzelnen, was ich daran auszusetzen habe.

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Am 24. September ist es soweit

Monday, September 16. 2013
patpitchaya/freedigitalphotos.net

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14.Oktober, München, die Frisur sitzt.

Monday, September 16. 2013
By Rnt20, later version(s) were uploaded by Ian Dunster at en.wikipedia. From Wikimedia Commons














Die GUUG hat mich eingeladen, meinen Vortrag vom Frühjahrsfachgespräch auch nochmal in München zu halten - und der Einladung folge ich doch gerne. Auf der Münchner Seite steht mehr.

To whom it may concern...

Sunday, September 1. 2013
Arbeitszeugnisse sind ein leidiges Thema, bei Arbeitnehmern sowieso, aber auch Arbeitgeber sind davon häufig genervt.
Erstere müssen oft Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um eines zu bekommen, und wenn es dann da ist, muss es mit Argus-Augen betrachtet und im Detail durchleuchtet werden, damit auch nur ja keine versteckten "faulen Eier" drin versteckt sind. Arbeitgeber drücken sich gern drumrum, wenn sie welche ausstellen müssen, und wenn sie eines zu lesen bekommen, trauen sie den lobenden Äußerungen nicht - oft zu Recht. Denn mehr oder weniger überschwengliche Lobeshymnen sind oft Gegenstand von Auseinandersetzungen vor dem Arbeitsgericht.
Da loben wir uns doch das nicht-deutschsprachige Ausland: dort ist sowas unüblich, man zieht eher telefonische oder Mail-Referenzen ein bei Personen, die der Bewerber nennt, oder es werden formlose Referenzbriefe (Letters of recommendation) verfasst. Wie so etwas aussehen kann, liest man zum Beispiel im Netzwerk Linkedin.
Auch wenn Form und Inhalt nicht festgeschrieben sind und man frei von der Leber weg schreiben kann: Wer aus welchem Grund auch immer hierzulande vor der Aufgabe steht, ein englischsprachiges Referenzschreiben zu verfassen oder eines zu beurteilen, das ihm vorgelegt wird, kratzt sich meist ratlos am Kopf.
Da gibt es jetzt Abhilfe: Der Autor des Arbeitszeugnisgenerators hat nun etwas Analoges für Referenzen gebastelt. Ausprobieren lohnt sich - hier geht es entlang:
Reference-Letter.com - Letter of Recommendation made easy
Aber Achtung: es gilt wie bei Arbeitszeugnissen, bitte den Text nicht eins zu eins übernehmen. Der kluge Googler erkennt sonst sofort, wer sein Zeugnis oder seine Referenz selbst geschrieben hat.

Anfang Juli, Berlin, kostenlos, aber nicht umsonst

Tuesday, June 11. 2013
Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABerlin_Charlottenburg_TU_ZEMS.jpg
Mein Vortrag beim FFG im März ist gut angekommen, und so hab ich mich motivieren lassen, ihn auch in Berlin - diesmal vermutlich im kleineren Kreise - zu halten.

Die Koordinaten

"Als Freelancer in der IT und was man dabei beachten muss"

Vortrag am
Donnerstag, 4. Juli 2013
19 Uhr
Telefunkenhaus, 11. Stock, Raum 1118
Ernst-Reuter-Platz 7
Berlin


Gastgeber ist die System Administrators' Guild (SAGE) in der German Unix User Group (GUUG).

Für die Anmeldung, speziell zum anschließenden "Beering", bitte hier entlang.

Der Eintritt ist frei und auch Nicht-Admins sind herzlich willkommen.

Foto: Wikimedia commons