Gemischtwaren

Sunday, June 1. 2014
Und hier wieder wie versprochen ein paar bunt gemischte Fundstücke, meist aus dem Netz:
Auf initiative von Oliver Gassner hin entstanden die Geekchicks, eine Initiative, bei der es darum geht, mittels Trackbacks die Blogs von Frauen sichtbarer zu machen. Wer mag, kann sich dort eintragen, und der Chickbot reagiert automagisch auf neue Artikel und setzt ein Trackback.
Nun kann man sich fragen, warum es ein Mann sein musste, der so etwas anstösst, aber einerseits ist Oliver schon seit Jahren extrem produktiv im Netz, und ihm bei etwas zuvorzukommen..., nun, dazu muss man früh aufstehen ;-) Zum anderen sag ich mir: Wenn ich es gutfinde, ist es egal, wer es initiiert hat.
Beeindruckt hat mich ein Interview mit Malcolm Gladwell, über den ich bisher einiges gelesen habe, von ihm aber noch nichts - da liegt einiges auf dem virtuellen SUB*). Hier nun aber das Zitat, was eigentlich auf jeder Hauswand stehen sollte, wenn es nicht so lang wäre und ich Begabung zum Graffiti-Künstler hätte:
Nicht Energie, sondern Vertrauen ist der Schlüssel – und die Zuversicht, dass etwas Gutes aus dem Versuch entstehen wird, und sei es nur Erfahrung. [..] [Sein Schulfreund Terry] hingegen hatte absolutes Vertrauen in seine intellektuellen Fähigkeiten. Wenn du etwas lernen willst, mach es einfach, such dir passende Lektüre, befrag Leute, die es wissen, geh ungewöhnliche Wege. [..] Er hat mich gerettet, indem er mir eine völlig neue Sicht auf die Welt eröffnet hat. Ich lernte, dass es sich lohnen kann, Risiken einzugehen. Dass auch Scheitern in Ordnung ist. Dass aus anfänglichen Nachteilen Vorteile entstehen können.

Noch was Interessantes: Wer mit der Frühjahrsentrümpelung des Kleiderschranks spät dran ist und auch einen Anstoss braucht, die ungeliebt Klamotte nun endlich wirklich zu verabschieden, kann ja mal bei "Platz schaffen mit Herz" gucken.
Und wenn wir gerade beim Gutsein sind: Ich bin sicher weit entfernt davon, auch nur Bruchteile von dem zu tun, was bei Utopia angeregt wird. Trotzdem bin ich beeindruckt von der Fülle an ganz praktischen und niedrigschwelligen Informationen, die regelmäßig in deren Newsletter zu finden sind. Wirklich eine Fundgrube, wenn man sich für Möglichkeiten interessiert, Dinge anders zu machen.
Hochinteressant finde ich auch den Artikel des RWI Essen, der einen frappierenden Trend zeigt: wenn Frauen zum Hauptverdiener werden, steigt gleichzeitig ihr Anteil an der Hausarbeit. Warum um alles in der WElt ist das so? Der Artikel bietet Erklärungsansätze und ich frage mich: Wollen diese Frauen sich bei ihren Männern für die "Schmach" entschuldigen, die sie ihnen antun, wenn sie sie zum "Zuverdiener" "degradieren"? Was meint ihr?
Zum Schluss noch ein Tipp (nicht nur) für die Frankfurter:
Aktuell und noch bis in den September läuft im Senckenberg-Museum die Ausstellung "7 Milliarden Andere", für die Interviews mit verschiedensten Menschen aus allen Erdteilen zu den zentralen Themen das Lebens geführt wurden. Eine Kostprobe dazu - ich war sofort fasziniert.

*) Stapel ungelesener Bücher

Gute Vorsätze...

Wednesday, April 2. 2014
Schon öfter hab ich hier angekündigt,dass ich wieder öfter was schreiben würde, und nie hab ich es länger durchgehalten.
Das hat viele Gründe, unter anderem den, dass ich mit Facebook, Xing und Twitter so viele Möglichkeiten habe, mich öffentlich zu äußern, wie es undenkbar war, ich als ich um 2005 mit diesem Blog startete. Zum anderen scheue ich vor dem zeitlichen Aufwand, den ein längerer Artikel mich kosten würde, doch oft zurück, und like lieber zwischendurch was irgendwo oder zwitschere einen schnellen Geistesblitz in die Welt.
Aber das ist flüchtig und versickert irgendwie in den Tiefen der Timeline. Naja, ihr kennt die Argumente alle, die für selbstgehostete Inhalte sprechen, betrachtet sie auch hier als gesagt.
Meine Idee jetzt ist es jedenfalls, etwas aufzugreifen, was ich z.B. bei Dirk Deimeke regelmäßig sehe: Linkdumps oder Linkstorms. Vielleicht wird darüber das Blog ja wieder mehr zu einer lieben Gewohnheit.

Hier also eine kleine Auswahl Lesefrüchte aus den vergangenen Tagen.

Ich hatte mal wieder eine Interviewanfrage, angeregt durch meinen Vortrag bei der GUUG in München - ich möge doch einmal etwas dazu erzählen, wie man als Freelancer zu einem Folgeprojekt kommt. Das ist dabei herausgekommen: mein Interview mit Freelance.de

Seit wir einen Balkon haben, gehe ich das mit dem Grün in der und um die Wohnung mit etwas mehr Umsicht an als die Jahre davor. Mit Oster- und Weihnachtskakteen hatte ich bisher wenig Glück, besonders ein Exemplar, das ich von meiner Mutter "geerbt" hatte, machte sich nicht gut. Ich dachte schon an den Mülleimer.
Dann habe ich aber den Rat diverser mit grünem Daumen ausgestatteter Experten beherzigt und das Exemplar ins kühle Treppenhaus gestellt und siehe da, kaum ein Jahr später blüht er, als gäbe es kein Morgen:

Man sieht es nicht so gut, aber es sind um die 20 Blüten, die das Kerlchen trägt - ich bin beeindruckt und begeistert!

Auch recht angetan bin ich von meiner aktuellen Sanitär-Lektüre: IT-Freelancer - ein Handbuch nicht nur für Einsteiger von Thomas Matzner und Ruth Stubenvoll. Ich bin noch nciht ganz durch, da es wie angedeutet immer nur in kurzen Abschnitten gelesen wird, aber alles Wichtige scheint vorzukommen und was ich bisher gelesen habe, ist wirklich plausibel verargumentiert und sehr praxisnah dargestellt. Leseempfehlung!

Eigentlich eine Spielerei als Kontrast zu den immer wieder neuen und diesmal aber wirklich umfassenden Persönlichkeits- und Potentialtests, aber mit einigen wertvollen Denkanstößen und Literaturhinweisen ist der "Karrieromat". Natürlich kann es mit so wenigen Fragen keine konkrete Jobempfehlung hinten rausfallen, aber das leisten "ernsthafte" Analysen auch nicht. Macht Spass, den kleinen Test mal auszuprobieren und zumindest einen Aspekt der Berufswahl so zu durchdenken.

Und schließlich: Die "Speakerinnenliste" hat das Ziel, ähnlich wie die Women Speaker Foundation, mehr Präsenz von Frauen in Podiumsdiskussionen, Konferenzen, Key Notes und überall sonst zu fördern, wo Expertise an die Öffentlichkeit gelangt. Diesem hehren Ziel ist es geschuldet, dass ich über den unsäglichen Denglisch-Auswuchs "Speakerinnen" hinwegsehe. Ich hab mich eingetragen und harre der Dinge, die da kommen mögen. Schadet nix und kostet auch nix, wir werden sehen (oder gesehen werden). ;-)

To whom it may concern...

Sunday, September 1. 2013
Arbeitszeugnisse sind ein leidiges Thema, bei Arbeitnehmern sowieso, aber auch Arbeitgeber sind davon häufig genervt.
Erstere müssen oft Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um eines zu bekommen, und wenn es dann da ist, muss es mit Argus-Augen betrachtet und im Detail durchleuchtet werden, damit auch nur ja keine versteckten "faulen Eier" drin versteckt sind. Arbeitgeber drücken sich gern drumrum, wenn sie welche ausstellen müssen, und wenn sie eines zu lesen bekommen, trauen sie den lobenden Äußerungen nicht - oft zu Recht. Denn mehr oder weniger überschwengliche Lobeshymnen sind oft Gegenstand von Auseinandersetzungen vor dem Arbeitsgericht.
Da loben wir uns doch das nicht-deutschsprachige Ausland: dort ist sowas unüblich, man zieht eher telefonische oder Mail-Referenzen ein bei Personen, die der Bewerber nennt, oder es werden formlose Referenzbriefe (Letters of recommendation) verfasst. Wie so etwas aussehen kann, liest man zum Beispiel im Netzwerk Linkedin.
Auch wenn Form und Inhalt nicht festgeschrieben sind und man frei von der Leber weg schreiben kann: Wer aus welchem Grund auch immer hierzulande vor der Aufgabe steht, ein englischsprachiges Referenzschreiben zu verfassen oder eines zu beurteilen, das ihm vorgelegt wird, kratzt sich meist ratlos am Kopf.
Da gibt es jetzt Abhilfe: Der Autor des Arbeitszeugnisgenerators hat nun etwas Analoges für Referenzen gebastelt. Ausprobieren lohnt sich - hier geht es entlang:
Reference-Letter.com - Letter of Recommendation made easy
Aber Achtung: es gilt wie bei Arbeitszeugnissen, bitte den Text nicht eins zu eins übernehmen. Der kluge Googler erkennt sonst sofort, wer sein Zeugnis oder seine Referenz selbst geschrieben hat.

Netzwerkfaktor - wie ist deiner? Und Ihrer?

Wednesday, March 13. 2013
Foto: Vlado, freedigitalphotos.net
Von Andreas Lutz, dem Gründer von "Gründungszuschuss.de" habe ich folgenden interessanten Artikel zum Thema Networking in Xing gelesen: "Mit dem Netzwerkfaktor Kontaktsammler erkennen.

Da ich auch zu denen gehöre, die sich immer wieder über diese Leute ärgern, habe ich es mal ausprobiert.
Ich selbst habe einen Netzwerkfaktor 39 (yay!), ein guter Freund, der meine Auffassung darüber, wie Netzwerken geht, teilt, kommt auf 29. Und einer, der über 60.000 Kontakte hat und mehrere Hundert Seitenaufrufe, kommt auf 7. Und in der Tat habe ich ihn zwar vor Jahren mal als Kontakt akzeptiert, aber nie weiter mit ihm zu tun gehabt. (Zu seiner Ehrenrettung muss man sagen, dass er mir aber auch keine Eventeinladungen schickt oder meine Mailadresse für anderweitigen Unfug missbraucht.)

Ziemlich plausibel, was Andreas Lutz sich da überlegt hat. Und was für Ergebnisse erzielt die Blogleserschaft?

Wie sagt man bei euch dazu?

Saturday, February 16. 2013
Diese Fragen stellen ein weiteres Mal die Forscher des Atlas der deutschen Alltagssprache und ich habe wieder mitgemacht.
Die Ergebnisse finde ich hochinteressant, ein Beispiel sieht man hier:

Man kommt aus dem Kopfschütteln gar nicht raus....

Friday, February 15. 2013
Neulich in meinem Spamverdachtsordner:

Mal wieder ein Kooperationsangebot von jemandem, der sich sicher zu sein scheint, dass ich auf ihn gewartet haben muss. Ein Kennenlerntreffen soll es sein, mit folgender Agenda:

1. Vorstellung von [ganz tolle Firma] und der Netzwerkidee, Formen der Zusammenarbeit
2. Vorstellung der Trainer/Coachs und ihrer Arbeitsweise
3. Unser Verständnis von [unfassbar originelle Dienstleistung mit kreativem Namen]
4. Diskussion und erste Ideen für eine konkrete Zusammenarbeit


Ähm, ja. Dafür fahre ich aber gewiss nicht nach Hamburg oder München. Und was ich vor allen Dingen nicht tue: dafür auch noch Geld zahlen! 125 Öre soll ich für ein bisschen Blabla mit einer unbekannten Firma bezahlen. Wer antwortet auf sowas anders als mit einem "Geht's noch?".

Ich habe nun mal zurückgeschrieben und gefragt, woher sie meine Adresse haben und wie sie darauf kommen, dass sie mir derartig plumpe Werbung zustellen dürfen.

Bin gespannt.




Es gibt noch Restplätze - Workshop "Social Media und Selbstmarketing im Web 2.0", 1. März, Ffm

Thursday, February 10. 2011

"Es ist ein weites Feld..." - und deswegen gibt's statt Vortrag auch mal einen Workshop zum Thema in Kooperation mit dem Journalistinnenbund.

Und darum geht's

"Social Media und Selbstmarketing im Web 2.0
Wie kann ich soziale Netzwerke wie Xing oder Facebook für die Vermarktung meiner Kompetenzen nutzen? Wie schütze ich dabei aber meine Privatsphäre? Wie kann ich twittern und warum sollte ich das tun, und was sollte auf meiner Website nicht fehlen? Welche Recherchemöglichkeiten erschließen sich mir durch Twitter & Co? Ein ganzer Dschungel an Themen, eine Schneise hindurch wird für uns Martina Diel schlagen, IT-Beraterin, Coach, Autorin des IT-Karrierehandbuchs und schließlich Webgrrl."


Teilnahmebeitrag:
Mitglieder des Journalistinnenbunds 10 Euro
Nicht-Mitglieder 25 Euro
(bitte in bar mitbringen)

Dienstag, 1. März 2011, ab 18.30 Uhr

Pfiff-Büro
Burgstraße 5
Frankfurt-Nordend
(U4 Merianplatz)

Bis 15. Februar habt ihr noch eine Chance auf die Restplätze.

Anmeldung: http://www.journalistinnen.de/regional/rhein_main/rhein_main.html

Wie sagt man dazu bei euch zuhaus?

Monday, January 24. 2011
Schöner Link für alle, die Dialekte mögen und was dazu beitragen wollen, dass sie nicht verschwinden:
Aktuelle Umfrage für den Atlas zur deutschen Alltagssprache

Same procedure

Tuesday, December 14. 2010
Ein wirklich guter Artikel vom Schockwellenreiter- ja, wieder zum Thema Wikileaks:
"Doch stellen wir uns einfach einmal vor, Julian Assange sei ein chinesischer Dissident, der geheime Dokumente der chinesischen Regierung ins Netz gestellt hätte. Wenn dann das Regime in Peking so reagiert hätte, wie nun die westliche Politik auf die Wikileaks-Papiere reagiert... Das Geschrei hätte ich gerne gehört. Und sicher wäre Assange für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden, und jeder wäre fest davon überzeugt, dass an den Vergewaltigungsvorwürfen nichts dran sei, dass sie auf einem Komplott der chinesischen Regierung beruhen."

Alle Welt redet über...

Thursday, December 9. 2010
...Assange. Ich auch.

Was kann ich sagen, was nicht schon gesagt wurde?
Man kann über die Veröffentlichungen in Bezug auf Prinz Andrews Charakter und das Doppelleben der saudischen Jeunesse doree geteilter Meinung sein.
Ich sehe da nicht so den besonderen Nährwert - das ist für mich kein Grund, warum es Wikileaks geben muss, denn das befriedigt nur bestenfalls den Spass am Geläster und schlimmstenfalls ätzende Häme.
Aber die Veröffentlichung von Verbrechen und Vergehen aller Art, wie zum Beispiel im Falle der Angriffe auf irakische Zivilpersonen - dafür muss es eine Plattform geben, das muss die Welt wissen. Es kann nicht sein, dass der Bote bestraft wird für die schlechte Nachricht, deshalb gibt es Whistle Blowing. Aber genau das, eine Hetzjagd auf den, der sagt, dass der Kaiser gar keine Kleider trägt, scheint gerade im Falle des Julian A. aus A. zu geschehen.
Nicht, dass er mir besonders sympathisch wäre, und was ihm in Schweden zur Last gelegt wird, was auch immer daran sein mag oder nicht, macht das nicht besser. Aber was sich da zusammenbraut, erscheint mir wirklich bedrohlich. Von Obamas Amerika hätte ich mir anderes erhofft.
Nur noch ein paar Blogbeiträge zum Thema, die mir lesenswert erscheinen, teils von Leuten, die sich sehr selten zu politischen Themen äußern - Kathinka, Silvia und Mela.

Danke wofür?

Saturday, December 4. 2010


Das nenne ich mal eine aussagekräftige Fehlermeldung. :-)

Mehr und Gehaltvolleres als das gibt's hier hoffentlich auch bald wieder. Stay tuned!

Fremdwörter sind Glückssache, Folge 323

Sunday, November 28. 2010
Zitat aus einer Coach-Selbstdarstellung im Web:
"Sie ist Alumni von [eine der Big Five Unternehmensberatungen] und der Universität [renommierte Uni] [...]"

Nur fürs Latinum hat's nicht gereicht. Noch nicht mal fürs kleine. :-)

(Bild: Regine Schöttl, aboutpixel)

Stilvolles

Friday, October 15. 2010
Sigmund Freud


Und Ihr?

Stream of Consciousness

Sunday, September 12. 2010
Vor ein paar Tagen ist Google Scribe herausgekommen, ein neues Feature von Google, das Vorschläge macht, wie ein Text weitergehen könnte, indem es die bisherige Eingabe auswertet. Es ist faszinierend, was herauskommt, wenn man ein beliebiges Stichwort eingibt und dann die Vorschläge annimmt, die Scribe macht.
Ein Beispiel mit einer rotbemützten Märchengestalt:



Mit "Thildkröte" konnte Google nichts anfangen - wer hätte das gedacht? - aber beim Satzanfang "Thilde" kam dann folgendes heraus:



Sieht aus wie der Stream of Consciousness, von dem wir im Englisch-Unterricht so oft gehört haben, oder L'Écriture automatique aus dem Literatur-Proseminar.

Schönes Spielzeug!

Nine-Eleven-Devotionalien

Saturday, September 11. 2010
Ein etwas anderer Beitrag zu dem, was heute vor 9 Jahren passiert ist:
Die spinnen, die Amis, oder?

Für einen kleinen Vorgeschmack bitte ganz vorsichtig auf "Continue reading..." unten klicken.
Auf eigene Gefahr!

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