Es muss einfach mal gesagt... ähm, gezeigt werden

Monday, November 17. 2014


...and counting!

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Sunday, January 23. 2011


In aller Kürze:

Wir ziehen ins Ostend - einen Stadtteil, der noch nicht ganz so begehrt ist wie es das Westend oder Sachsenhausen schon immer waren, der aber wunderbar zentral liegt und auch einiges zu bieten hat. Vor allem vieles, was wir bisher kaum kannten, weil unsere Ausgehmeile doch eher anderswo lag.
Nach einem Schreck in der letzten Woche, als wir auch schon dachten, etwas gefunden zu haben, was aber dann doch in letzter Minute seine Pferdefüße zeigte, haben wir nun ganz ohne Makler und in Windeseile etwas gefunden, was in jeder Hinsicht prima ist:
schön groß, ruhig, mit einem ordentlich großen Balkon, der Möglichkeit, unsere Küche unterzubringen (für die wir so lange mit uns selbst gekämpft haen), mit Stellplatz.
Die Einweihungsparty kombiniert mit dem nicht-eckigen Geburtstag ist unausweichlich. :-)

Wenn man keine Haare auf den Zähnen hat...

Monday, December 20. 2010
...dann doch wenigstens Fell zwischen den Krallen. Oder ist was ist das Äquivalent für eine gewisse Wehrhaftigkeit bei Katzentieren?

Ein prächtiges Exemplar mit dieser Eigenschaft sehen wir jedefalls bei diesem hübschen Kater-Kerl hier:





So kann es aussehen, wenn sich norwegische Waldkatze und Europäisch-Kurzhaar paaren.

(Danke an D. für das Bild des kleinen Einwanderers!)

Genial: Schranktrolley

Saturday, September 11. 2010
Kann mir irgendwer erklären, warum es so lange gedauert hat, bis sowas erfunden wurde, und warum es das nur für Kinder gibt und nicht auch für Erwachsene? (Okay, dann vielleicht in anderen Farben)

Fahrzeugscheinschreck am Mittag

Monday, September 14. 2009
Heute war ein in mehrfacher Hinsicht ereignisreicher Tag.
Was das eine war, könnt ihr vielleicht bald in der der Frankfurter Rundschau lesen.
Das andere hatte mit meinem Fahrzeugschein zu tun.

Heute früh klingelt das Telefon, dran ist mein Nachbar und guter Bekannter P. Die Lichtmaschine bei seinem Auto sei abgebrochen, ob er mal meines haben könnte, um ein Ersatzteil besorgen zu fahren?

Kein Problem, ich brauche das Auto erst am Spätnachmittag wieder, also geb ich ihm den Schlüssel mitsamt Fahrzeugschein, wollen ja nicht, dass er angehalten wird und dann hat er keine Papiere.

Es wird Mittag und ich denk mir nichts Böses, da klingelt mein Telefon und eine mit hispanischen Akzent sprechende Frau fragt, ob sie mit Frau Martina Diel spricht. Und sie erklärt mir daraufhin, sie habe in Sossenheim vor einer Bäckerei auf dem Gehsteig im Regen meinen Fahrzeugschein gefunden.

Ups. Wo sie denn gerade wäre, dann würde ich jemanden vorbeischicken (P. natürlich), der das Papier abholt. Nein, wehrte sie ab. Ich brauche den nicht zu holen. Sie bringt ihn vorbei. Ob die Adresse im Fahrzeugschein richtig sei? All mein Abwiegeln hat nichts genutzt, sie bestand darauf, ihn zu bringen, sie wollte sowieso nach Frankfurt hinein fahren, und binnen einer Stunde wäre sie da.

Und so war's auch. Pünktlich klingelte es an der Tür und ich konnte einen kleinen Finderlohn gegen meinen verlorenen Fahrzeugschein austauschen.

Vorher aber habe ich den armen P. noch etwas schockiert, indem ich ihn nach seiner Fahrt zum Ersatzteilhändler begrüßte mit den Worten "Versuch erst gar nicht, mir den Fahrzeugschein zurückzugeben - du hast ihn verloren".

Lang hab ich mir sein entsetztes Gesicht aber dann nicht angesehen, sondern ihn gleich beruhigen können, dass das Dokument schon wieder so gut wie da ist. Den Finderlohn hat übrigens er gespendet. ;-)



Gestern in der S-Bahn-Unterführung

Wednesday, September 9. 2009
... wurde ich von einem jungschen Typen ähhmmm... mediterranen Geblüts mit Flugblättern in der Hand angesprochen, der auf meine Brille deutete und meinte:
Ey, isst du hier, kannssu auch wieder gut gucken!

Bevor ich kapiert hatte, was er will, hatte ich seinen Zettel in der Hand - Werbung für einen TexMex-Bringdienst. Die Leute hinter mir quatschte er mit jeweils anderen Sprüchen an - einen jungen Mann mit
Ey, Alda, weissu, kriextu viele geile Weiber ab, wenn du hier isst

Super - der hat das Konzept der Zeilgruppenansprache kapiert. An der Ausführung könnte man noch ein bisschen feilen, aber sonst: Respekt vor der Kreativität. Um mich herum grinsten auch alle nachhaltig amüsiert. :-)

Hausbesuch

Tuesday, September 1. 2009
Jetzt sag noch einer was von wegen "Servicewüste Deutschland" - habe heute das genaue Gegenteil erlebt.

Irgendwann neulich kam mir der Gedanke, dass ich mir ja schon langst mal einen Metro-Ausweis hätte holen können - ob's nun dort billiger ist oder nicht, ich würde's mir einfach gerne mal ansehen. Ich mach ja gerne möglichst viel online, daher hab ich auf deren Seite auch erstmal so einen Antrag auf Erteilung einer Kundenkarte erstellt. Leider ist das Verfahren nur halbautomatisch, man muss persönlich vorbeikommen und mit einer Person interagieren statt nur mit einem Rechner. ;-)
Tags drauf rief mich eine Mitarbeiterin von Metro an und sprach mir auch artig auf die Mailbox. Da das Ganze mittlerweile wieder auf Prio 18 gerutscht war, hab ich nicht sofort zurückgerufen, sondern mich drängenderen Themen gewidmet. Heute dann wieder ein Anruf von der Dame, verbunden mit der Frage, wann ich denn das mit dem Ausweis mal machen möchte, da würde ein Foto gebraucht und so weiter? Da ich ab und an in Rödelheim bin, ist das kein Problem, zumal der Laden ja bis 22 Uhr offen hat. Nein nein, das wäre ein Missverständnis - sie könne gerne bei mir vorbei kommen.

Ups. Das nenne ich ja nun echt mal Service. Lieber ist es mir trotzdem, ich fahre selbst vor Ort, wo jetzt bereits der vorbereitete Antrag samt Kundennummer am Eingang für mich deponiert ist. Ich bin schwer angetan.

Nervschwelle

Monday, July 27. 2009

Ein Kollege hat mal das schöne Wort "Konfektionsschwelle" geprägt - das ist das Gewicht, bei dem er droht, in die aktuelle KOnfektionsgröße nicht mehr reinzupassen und das ihm signalisiert, jetzt mal ein paar Tage das Mittagessen in Form eines Salats zu sich zu nehmen (Glücklich die, bei denen das funktioniert.)
Ich finde, das Wort "Nervschwelle" ist auch schön - das ist die Lautstärke, die Musik erreicht, die gerade niedrig genug ist, um sich wie der letzte kleinliche Spießer vorzukommen, wenn man was dagegen sagt, aber laut genug, um zu nerven, so wie eine Schmeißfliege an der Fensterscheibe nervt, oder das permanente Surren eines Druckers. Machen die Nachbarn von gegenüber gerne mal, vor allem wenn ich kreativ oder konzentriert oder beides arbeiten muss.
Aber es gibt auch gute Nachrichten:
  • Heute morgen mit einer Bekannten im Cafe Crumble gefrühstückt, im baumbestandenen Hinterhofidyll in Bockenheim

  • dann das Paket mit den Freiexemplaren von den Nachbarn abgeholt - und der Klappentext gefällt mir besser als beim letzten Mal

  • mit der Steuererklärung bin ich auch am Wochenende gut vorangekommen

  • Das Wetter ist angenehm, nach gefühlt ewigen Tagen und Wochen mit Gewitterwolken und Regen und so

unerwartete Geschenke

Monday, June 15. 2009
Schon vor einer Weile hatte ich ja über meine Erlebnisse mit Täschnern und überhaupt Reparaturbetrieben hier in Frankfurt gebloggt, unter anderem auch über die sehr positive Erfahrung mit Dolfi.
Letzte Woche bekam ich ganz überraschend einen Anruf von einem Mitarbeiter von Dolfi - die Nachricht auf der Mailbox hat mich gewundert, denn eigentlich hatte ich ja die Angelegenheit erledigt geglaubt. Ich rief zurück und es stellte sich heraus, sie hatten mein Blog gelesen, hatten sich sehr über den positiven Artikel gefreut und hätten nun gerne meine Postadresse: Man wolle mir ein Geschenk machen. Ui!
Als ich heute morgen dann von meinem Wochenendbesuch in Nordhessen nach Hause kam, stand ein großes Paket für mich hier im Treppenhaus, und drin: ein schöner, großer Trolley - genau die richtige Größe zwischen dem Handgepäckstück, das wir schon haben, und dem appartmentgroßen Monster, das Martin sich für das Vierteljahr Japan gekauft hat.
Tja, hätte ich auch nicht gedacht, dass mein Bloggen mal solche Auswirkungen haben würde - sehr schön!

Und ein zweites Päckchen war auch noch da: Land the Tech Job you Love, eine Neuerscheinung von O'Reilly USA. Das klingt vielversprechend - die nächste Lektüre steht fest.

Mehr von den letzten Tagen hoffentlich in Kürze - ich bin hoffnungslos hintendran mit so ziemlich allem (ich sag nur: 588 Mails im Posteingang), aber das wird in der nächsten Woche wieder anders.

Rhein-Main-Gebiet: Essen für den Frieden...

Friday, May 29. 2009
...okay, ganz so "Eighties" wird es nicht, aber so ähnlich: Frühstücken für die Tafel.
Lest selbst, worum es geht:
REWE wettet mit der Bad Homburger Tafel:

Wenn Ihr es schafft, dass 300 Menschen zum Frühstück kommen, dann schenken wir Euch eine Tonne erstklassige Lebensmittel.

Am Samstag, den 6. Juni 2009 wird auf dem Parkplatz des REWE-Marktes im Zimmersmühlenweg 76 in Oberursel-Stierstadt von 9.00 bis 11.00 Uhr ein riesiges kostenloses Frühstücksbuffet aufgebaut: frisch gebackene Brötchen, Kaffee, Säfte, Schinken, Käse, Obst, Eier, Marmelade… – und zwar all you can eat!

Alle Bürger sind herzlich eingeladen. Bitte helfen Sie der Bad Homburger Tafel, die Wette zu gewinnen! Bringt viele hungrige, gutgelaunte Menschen mit!


Mehr dazu bei der Frankfurter Rundschau - 2. Artikel von unten und in Xing

(Man muss übrigens nicht Oberurseler sein, um teilzunehmen)


(Foto: aboutpixel.de)

Täschner

Thursday, April 2. 2009


Als ich vor dreieinhalb Jahren angefangen habe, dieses Blog zu füllen, war meine Idee, vorwiegend über lustige, witzige, nette, angenehme, erfreuliche Dinge zu schreiben - für meinen Geschmack gab's und gibt's schon genug Blogs, wo ein wohlfeiler Salon-Revoluzzer-Gestus gepflegt oder über die achso unerträglichen Mitmenschen, die Bahn, das Wetter und den ganzen Rest gejammert wird. Nicht noch einer, oder jedenfalls nicht von mir.
Diese  Linie hab ich nicht immer so klar durchgezogen und mich manchmal anstecken lassen von den allgegenwärtigen Rants. Heute aber gibt's mal wieder was durch und durch Positives zu berichten.
Und zwar war das so: Vor fast 10 Jahren hab ich mir  - ich glaube, es war anlässlich einer Beförderung? oder eines Projektabschlusses? - wie auch immer, ich habe mir eine Aktentasche gekauft. Groß, schwarz, genug Platz auch für Laptop, klassisch, von Picard - und 600 DM teuer. Ein heftiger Betrag damals für mich. Ich bin lang um sie rumgeschlichen, aber dann hab ich mir einen Ruck gegeben und sie gekauft und gefreut wie ein Schneekönig
Die Freude währte nicht lang, weil sich gleich in den ersten Wochen Probleme mit den Beschlägen zeigten - und obwohl ich den Bon nicht mehr hatte, waren meine Enttäuschung und mein Frust so stark, dass sie mich mit einer sehr entschlossenen Laune bis an den Tresen des Ladens getrieben haben und die Verkäuferin ohne langes Hin und Her dazu, mir kostenlos Ersatz zu beschaffen.
Aber auch da war der Wurm drin: nach nur wenigen Monaten waren die unteren Ecken ausgerissen, alle vier, und zwar nicht die Naht, sondern das Leder. Außerdem ist eine Befestigung gebrochen, an der Karabinerhaken des Schultergurt befestigt war.
Diesmal war der Ärger nicht mehr groß genug, um die Trägheit und Resignation zu überwinden, und ich bin noch ein Weilchen damit herumgelaufen, bis ich die Tasche dann in die letzte Ecke des Schranks gepfeffert und dort einstauben lassen habe. Seither bin ich mit irgendwelchen Kompromissen beholfen, 0815-Laptop-Tasche, Schreibmappe mit Reißverschluss, alles irgendwie nicht so das Gelbe vom Ei. Aber wozu wieder was Schönes kaufen, wenn doch auch die Tatsache, dass man richtig Geld in Markenware investiert, nicht dazu führt, dass man was Gutes kriegt, was auch hält?
Irgendwo auf meiner langen, langen To Do-Liste steht seither ein Item: "Aktentasche? Reparieren lassen, neu?"
Reparieren lassen ist gar nicht so einfach:
Ein Schuster kann sowas eher nicht - ein Mister Minit sowieso nicht, aber auch ein richtiger Schuster hat eher nicht die geeigneten Werkzeuge für sowas.
Ein Sattler schon eher - aber wenn es welche gibt, dann sind sie meistens auf Autopolster spezialisiert.
Ein Täschner - das wäre das Richtige. Nur leider gibt es kaum noch welche. Sucht man danach, werden einem die üblichen Läden angezeigt, die primär am Verkaufen von Neuware interessiert sind.
Und Dolfi. Dolfi 1920 ist ein Unternehmen gar nicht so weit von hier, im unwirtlichen Gutleut-Viertel in einem Hinterhof, mit einem ganz speziellen Geschäftsmodell: Sie reparieren Transportschäden an Koffern und Reisetaschen von Fluggästen im Auftrag von Fluglinien und haben damit wohl einen gewaltigen Marktanteil. Diese pfiffige Geschäftsidee und wohldefinierte Marktnische alleine macht mir den Laden schon mal sympathisch.
Aber damit nicht genug: sie arbeiten auch für Privatleute, man kann montags bis samstags hinfahren und wird kompetent beraten. Am Samstag hab ich die Tasche hingebracht, am Dienstag war sie fertig, und sie ist gut geworden! Und der ganze Spass hat nur 25 Euro gekostet.
Nur für das Problem mit der Öse hatten sie keine Lösung - die Ersatzteile, die sie dort vorrätig halten, sind halt doch eher was für strapazierfähige Koffer und weniger für filigrane Lederteile. Aber durch diese gewaltige positive Entwicklung hab ich auch wieder Energie, mich zu kümmern - sicher finde ich im Usenet oder sonstwo jemanden, der mir sagen kann, wo ich sowas bekomme? Oder vielleicht hat sogar einer meiner Leser hier eine Idee? Drannähen kann's der Schuster dann ja.
Achja: Gefunden hab ich Dolfi übrigens über die Gelben Seiten, ganz unoriginell. Trotzdem finde ich, dass der Reparaturführer der FES-Frankfurt, in dem Betriebe, die noch Dinge reparieren, statt nur neue zu verkaufen, eine gute Idee ist, und dorthin hab ich die Firma auch gleich gemeldet.

Helden der Konten: Wie ich einmal >10k beinahe verloren hätte

Monday, September 15. 2008
Am Mittwoch ein kleiner Schreck in der Morgenstunde: Das Finanzamt hat neben meiner monatlichen Umsatzsteuervorauszahlung auch die Einkommenssteuervorauszahlung fürs dritte Quartal von meinem Kontokorrentkonto abgebucht. Ganz normal, nur hab ich leider wieder mal nicht an den Termin gedacht und in den letzten Tagen und Wochen das Girokonto zugunsten meines neuen Tagesgeldkontos bei der Norisbank ziemlich geplündert. Man will ja schliesslich was haben von den netten Zinsen, statt das Geld auf dem Girokonto unverzinst verstauben zu lassen. Also war klar: ich verschiebe einfach wieder ein bisschen was zurück vom Tagesgeldkonto auf das Girokonto.

Dann ein großer Schreck: Der Saldo bei der Norisbank ist null. Nullkommagarnix. Und das obwohl ich seit Ende Juli in vier Tranchen einen Betrag in Höhe des Preises eines anständigen Kleinwagens dorthin überwiesen habe.

Erster Anruf bei der Norisbank. Nein, es sei nichts angekommen. Ja, die Kontonummer sei richtig. Welche Bankleitzahl ich denn verwendet hätte. Die 760 260 00? Ja, bekannter Fehler. Die hätte ich nicht nehmen dürfen. Die Bankleitzahl 100 777 77 wäre die richtige Nummer für die Filiale Frankfurt, gewesen. Ups. Also meine eigene Dussligkeit? Ja, offenbar. Und ich hätte das wissen müssen? Ja, hätte ich wohl. Ich möge mich doch bitte bei der Bank melden, von der aus ich die Überweisung gestartet habe. Sie könnten da nix machen.

Gesagt getan. Das Callcenter der SEB erklärt mir, ich möge mich doch bitte bei der Filiale melden, sie wären nur für technische Probleme zuständig. Naja, könnte man ja auch eventuell dazu schreiben, statt die Nummer einfach nur unter "Kontakt" aufzuführen.

Anruf in der Filiale Steinweg. Tja, das Geld sei raus. Das ist nichts Neues, das sehe ich auch. Man könne natürlich einen Nachforschungsauftrag stellen - aber der koste 13 Euro. Und auch dann wäre bestenfalls nur klar, wo das Geld gelandet ist - zurückholen könne man es dann noch lange nicht. Hm, ob mir das hilft?

Als die Mitarbeiterin bemerkt, dass wir hier über einen fünfstelligen Betrag reden, beschliesst sie, dass die Angelegenheit dann doch besser bei meinem Kundenbetreuer aufgehoben ist. Der ist bloss leider gerade in der Mittagspause. Er werde aber zurückrufen.

Ich weise darauf hin, dass ich nur noch bis ca. 14 Uhr im Lande bin und hoffe nur sehr schwächlich, dass daraus noch was wird.

Erstaunlicherweise klingelt kaum eine Viertelstunde später tatsächlich das Telefon, am Apparat mein Kundenbetreuer (den ich bisher gar nicht kannte, warum auch, ich mache nur Online-Banking und in die Filiale verirre ich mich eigentlich nur mal, um Kontoauszüge zu ziehen), Herr W.. Er hört sich die ganze Sache an, identifiziert die betroffenen Zahlungen und schlägt vor, dass ich doch noch mal bei der Norisbank-Filiale anrufen möge. Ich beginne langsam ein wenig unmutig zu werden - offenbar hört man das auch, denn ganz schnell korrigiert er sich: Er selbst wird bei der Norisbank anrufen und das klären.

Dankbar und hoffnungsfroh lege ich auf.
Und dann geschieht nochmal etwas Erstaunliches: kaum eine Viertelstunde später ruft der Kundenbetreuer wieder an und erklärt, dass alles erledigt ist. Die Norisbank wird das Geld zurücküberweisen.

Ich bin sehr erleichtert und zuversichtlich. So richtig aber natürlich erst dann, wenn das Geld wirklich wieder auf meniem Konto ist.

Fazit:
Tja, was soll ich sagen - schwer zu entscheiden, wer hier der Depp war.
Die Norisbank, weil sie nicht imstande ist, eine Zahlung von Filiale zu Filiale zu transferieren, sondern so tut, als kennte sie die andere BLZ nicht? In den Banken, die ich aus Projekten von innen kenne, gibt es für solche und ähnliche Fälle ein Cpd-Konto.
Und dann entsteht ein "bearbeitungspflichtiger Vorgang", das heißt, ein Mensch schaut drauf und schiebt das dahin, wo es hingehört.

Die SEB-Bank, weil sie meinen BLZ-Fehler durch eine IMO etwas undurchsichtige Anzeige provoziert hat?



Oder einfach nur ich selbst, weil ich nicht bis Seite 6 vorgeblättert habe, um zu schauen, ob es noch eine BLZ gibt, die passen könnte? Und weil ich nicht nachgeprüft habe, was mir einfach plausibel erschien, und dann noch nicht mal auf dem Empfängerkonto nachgeprüft habe, ob das Geld ist, wo es sein soll, sechs Wochen lang?



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Guter Service

Wednesday, February 20. 2008
Es ist so schön, wenn der Schmerz nachlässt. Die letzten zwei Wochen und wirklich heftig die letzte Woche konnte ich mich nur mit maximalem Einsatz von Schmerzmitteln über Wasser halten - Ibuprofen, Diclofenac und am Schluss auch Tramadol hab ich eingeworfen, damit die Kalkschulter mich wenigstens halbwegs ruhig schlafen ließ.
Besonders das Tramadol zu bekommen war aber gar nicht so einfach - mit dem Rezept vom Orthopäden bewaffnet, hab ich es bei zwei großen Innenstadt-Apotheken versucht, aber die hätten es erst bestellen müssen. Was eine Sache von wenigen Stunden gewesen wäre, aber ich wollte nach dem Arzttermin nach Hause und nicht erst noch ein bisschen in der Stadt herumgammeln. Also bin ich zurückgefahren und habe mein Glück hier in der Alten Apotheke versucht. Und natürlich mussten auch die das erst bestellen, aber nix von wegen "gegen Mittag nochmal wiederkommen". Neinnein, sie liefern das abends. Frei Haus in Griesheim. Ich habe selten einen Service inbrünstiger willkommen geheißen als diesen und bin begeistert, dass entsprechende Gesetzesänderungen zum Versand von rezeptpflichtigen Medikamenten nicht nur DocMorris begünstigen, sondern auch den lokalen Anbieter stärken können.

Patenzwilling

Friday, November 16. 2007
Neulich bekam ich Post von Jockel mit der Bitte, doch einen Link zu seiner neuen Homepage zu veröffentlichen. Nein, nicht weil er damit Geld verdienen will, sondern sozusagen im Gegenteil. Auch wenn ich keine Kinder habe, eine gute Idee, deswegen hier der Link:

patenzwilling.de

Oder, nach einer Anregung von Gabi:

think positive

Saturday, October 6. 2007
Einer der Gründe, warum ich mit diesem Blog damals angefangen habe, war mein Wunsch, dem in der Blogosphäre allgegenwärtigen und unoriginellen Ranten einen Blick auf die Bright Side of Life entgegenzusetzen. Irgendwie ist nicht so richtig was draus geworden - nicht weil es nichts gäbe, was wirklich erfreulich wäre in meinem Leben, sondern eher, weil diese Erlebnisse häufig deutlich mehr von meinem Privatleben preisgeben, als ich in aller Öffentlichkeit nachlesbar haben will.
Wie dem auch sei - gestern war ein Tag, dem man so oder so sehen kann....


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